Busspur in der Warteschleife
Nachträgliche Ausschreibung und ausständige Genehmigung: Die von Hirtenkloster- Anrainern abgelehnte Busspur wird so schnell nicht fertig.
Nun offenbart sich das ganze Dilemma rund um die neue Busverbindung mitten durch die Hirtenkloster-Siedlung in der Wiener Straße. Da ohne Ausschreibung zu bauen begonnen worden war und auch das straßenrechtliche Verfahren noch immer nicht abgeschlossen ist, kann das Bauprojekt vorerst nicht zu Ende gebracht werden.
Frühestens im September, bestätigt das Büro der Grazer Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne), kann man ein Gesamtpaket für die Öffi-Trasse einbringen. Eventuell könnten die Bauarbeiten noch heuer abgeschlossen werden. Der 40er-Bus steuert aber nicht wie erhofft ab Herbst die Siedlung an.
Scharfe Kritik kommt von Gemeinderat Georg Schröck (BZÖ): "Die Anrainer mussten bisher mit einer Trasse kämpfen, die sie nie wollten. Jetzt leiden sie auch noch unter dem Pfusch der Stadtregierung."
Der Rechnungshof hat ja kürzlich einen saftigen Prüfbericht vorgelegt. Kurzinhalt: Freihändig hatte die Stadt Arbeiten über 535.000 Euro vergeben und Rechnungen bezahlt. Aber "weder die straßenrechtlichen noch die vergaberechtlichen Vorschriften" seien beachtet worden. Und es wurde zu bauen begonnen, als der Vertrag mit der Wohnbaugenossenschaft als Eigentümerin der Liegenschaft noch gar nicht unterzeichnet war.
Bei "Vize" Rücker gibt man Fehler zu, will aber von einem Pfusch nichts wissen. Wichtige Bauarbeiten in der Siedlung seien erledigt - was fehlt, sind die Asphaltierung und der Durchstich. Jedenfalls werde man "die Ausschreibung korrekt erledigen und den Abschluss der Verfahren abwarten."

















