Baden in der Mur ist gesundheitsgefährdend
Eine bakteriologische Studie, die der Mur attestiert, kein Badegewässer zu sein, sorgt in der Steiermark für Aufmerksamkeit. Die 2011 publizierte Studie des Hygienikers Franz Mascher bescheinigt ein "Risiko".

Foto © Marija Kanizaj
Die Mur wird im Sommer vor allem von Kajakfahrer und Surfern genutzt und nicht zuletzt wird für das geplante Grazer Murkraftwerk mit einer Ausweitung des Freizeit- und Erholungsangebots am Fluss geworben. Die Landessanitätsdirektion meinte dazu am Freitag, die Ergebnisse seien wenig überraschend und ohnedies öffentlich gemacht worden.
Die bereits 2009/2010 erstellte und 2011 publizierte Studie des Hygienikers Franz Mascher war von der "Kronenzeitung" aufgegriffen worden. Dabei wurde auch die Frage aufgeworfen, warum die Ergebnisse nicht bekanntgemacht worden seien und vom Land heruntergespielt würden.
"Eine Bewertung auf Basis der Anforderungen für Badegewässer weist die Mur als ungeeignet für Bade- und vergleichbare Freizeitnutzungen aus", heißt es in der Zusammenfassung. Und: "Aus volksgesundheitlicher Sicht ist es zumindest erforderlich, die Bevölkerung auf mögliche Gesundheitsgefahren bei einer Nutzung der Mur für Badezwecke und Wassersport zu informieren."
Landessanitätsdirektor Odo Feenstra verwies auf APA-Anfrage am Freitag darauf, dass die Studie u.a. auf der Homepage der Sanitätsdirektion nachzulesen sei. Dass die Mur, wenngleich sie von der Gewässergüte her bei 1 bis 2 liege, in bakterieller Hinsicht belastet ist, sei nicht gerade neu: "Das ist tradiertes Wissen". Wolle man trotzdem Abkühlung im Nass der Mur suchen, könne man von einem Risiko, nicht aber explizit von Gesundheitsgefährdung sprechen. Dies sei bei den meisten anderen Oberflächenfließgewässern nicht viel anders.

















