Tod einer 22-Jährigen: "Es sind keine Fehler passiert"
Staatsanwaltschaft ermittelt nach Tod einer 22-jährigen Frau im LKH Graz. Klinik schließt Fehler aus: Alle hätten verzweifelt um das Leben der Frau aus dem Mürztal gekämpft.

Foto © HoffmannLKh Graz schließt Fehler aus
Der Tod einer 22-Jährigen - und nicht wie am Mittwoch irrtümlich berichtet einer Zwölfjährigen - beschäftigt die Staatsanwaltschaft Graz. Die Frau aus dem Mürztal war am 9. Juni 2012 in die Notfallaufnahme der Chirurgie des LKH Graz eingeliefert worden. Im Rahmen einer Operation (Einführung eines Schlauches zur Sauerstoffversorgung, Anm. d. Red.) sei sie verstorben - und deshalb habe die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, bestätigt Sprecher Hansjörg Bacher. Es gelte festzustellen, ob ärztliche Fehler gemacht worden seien.
Das Krankenhaus selbst hat die Staatsanwaltschaft verständigt. Das sei so vorgesehen, heißt es seitens der Klinik. Die Leiche wurde daraufhin beschlagnahmt, eine Obduktion angeordnet. Hansjörg Bacher: "Wir warten noch auf das Gutachten." Der zuständige Staatsanwalt hat inzwischen das Landeskriminalamt mit Ermittlungen beauftragt.
Keine Fehler
"Es sind keine Fehler passiert", stellt die Klinik klar. Im Gegenteil: Man habe alles getan, um diese Frau zu retten, heißt es in einer Aussendung. Die Patientin sei an einer Herzmuskelentzündung gestorben.
Nachdem die junge Frau zu Hause einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten habe, hätten Haus- und Notarzt intensive Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Unter laufender Wiederbelebung sei sie mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Graz geflogen worden. Als der Krankentransport eingetroffen sei, soll die Frau laut LKH bereits klinisch tot gewesen sein.
"Bereits in der Notfallaufnahme war unter Beurteilung der Gesamtsituation und der bereits sehr lange dauernden, erfolglosen Wiederbelebungsmaßnahmen klar, dass die Prognose sehr schlecht und ein Überleben der Patientin sehr unwahrscheinlich war", stellt die Klinik in einer Aussendung fest. Trotzdem seien noch eineinhalb Stunden lang sämtliche intensivmedizinischen Maßnahmen durchgeführt worden, um ihr Leben zu retten.
















