Lage entspannt sich trotz Regens
Keine neuen Überflutungen, Schäden werden großteils erst jetzt sichtbar.

Foto © LR Hermann BöhmIm Paltental sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange
LIEZEN. Seit Sonntagabend regnete es im Katastrophengebiet rund um Trieben und Treglwang wieder. Neue Gefahrensituationen für Siedlungsgebiete entstanden dadurch aber nicht. "Generell glauben wir, dass sich die Lage insgesamt entspannt", sagte Liezens Bezirkshauptmann Josef Dick gestern. Allerdings wird in den von den Unwettern am stärksten betroffenen Gebieten das Ausmaß der Schäden erst jetzt sichtbar.
Insgesamt gebe es "rund 200 Schadstellen vor allem im Bereich der Infrastruktur", so Dick. Betroffen seien Straßen, Böschungen, Wasser-, Strom- und Gasversorgungsanlagen sowie Telefon- und Internetverbindungen. Auch an privaten Häusern sei teilweise beträchtlicher Schaden entstanden, vor allem in Gaishorn und Treglwang wurden zahlreiche Keller überflutet. Dort packten die Bundesheerpioniere aus Graz auch gestern wieder mit an.
Tausende Feuerwehrleute
Seit Mittwoch, als es die ersten Unwetter im Bezirk Mürzzuschlag gab, waren 206 Feuerwehren mit rund 2800 Helfern im Einsatz. "Insgesamt wurden von uns 40.000 Mannstunden geleistet", so Thomas Meier, Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes. Entspannt hat sich auch die Lage bei den Straßensperren. Seit gestern ist nur noch die B 114 zwischen Trieben und Hohentauern unpassierbar. Dort hat die Gemeinde Hohentauern wegen eines rutschenden Berghanges auf einer Länge von 500 Metern ein Betretungsverbot ausgesprochen.

















