"Eine solche Sanierung geht nur unter Narkose"
Kinderzahnarzt Robert Schoderböck über Kariesschäden und Kinder beim Zahnarzt.

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Herr Schoderböck, warum leiden denn schon kleine Kinder an massiven Kariesschäden?
ROBERT SCHODERBÖCK: Im konkreten Fall kenne ich die Gründe nicht, aber schuld ist meist die Ernährung. Vor allem süße Limonaden in Nuckelflaschen wirken direkt an den Vorderzähnen und fressen sie regelrecht auf.
Ist es üblich, dass Kinder bei solch großen Schäden wie bei Laura unter Narkose behandelt werden?
SCHODERBÖCK: Leider ist es die einzige Chance, solch massive Schäden gut zu sanieren. Ich arbeite selbst mit Hypnose als Alternative, aber unter Hypnose kann ich maximal einen bis zwei Zähne sanieren, niemals zehn.
Wäre es nicht schonender für das Kind, die Zähne einzeln zu behandeln oder zu ziehen?
SCHODERBÖCK: Nein, auf keinen Fall. Denn es ist nun einmal so, dass die Behandlung bei solchen Schäden wehtut. Und Kinder lernen schnell und machen nach der ersten Behandlung den Mund oft gar nicht mehr auf.
Welche Möglichkeiten gibt es denn, Kindern die Angst vor dem Zahnarzt zu nehmen?
SCHODERBÖCK: Der erste Kontakt mit dem Zahnarzt sollte ein spielerisches Kennenlernen sein. Auch können Eltern ihre Kinder zu Behandlungen mitnehmen, aber nur, wenn sie selbst keine Angst haben. Meist ist es so: Wenn der Zahnarzt nett ist, machen sie den Mund auch auf.

















