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Zuletzt aktualisiert: 17.06.2012 um 14:32 UhrKommentare

Hausbesetzung: Räumung ging ins Leere

Polizeikräfte brachen die versperrte Türe des am Samstag besetzten leerestehenden Hauses in Graz-Jakomini auf und durchsuchten die Räume, fanden aber niemanden. Die Besetzer hatten sich offenbar über Schleichwege rechtzeitig abgesetzt.

Foto © KLZ/Kanizaj

Die Räumung eines am Samstag besetzten leerestehenden Hauses in Graz-Jakomini ist am späten Abend buchstäblich ins Leere gegangen. Polizeikräfte brachen die versperrte Türe auf und durchsuchten die Räume, fanden aber niemanden. Die Besetzer, die der autonomen Szene zugerechnet werden, hatten sich offenbar über Schleichwege rechtzeitig abgesetzt. Das Haus wurde behördlich verriegelt.

Nach Angaben der Besetzer erfolgte die Räumung durch starke Polizeikräfte nach 21.00 Uhr. Die versperrte Türe wurde aufgebrochen, was auch von der Polizei bestätigt wurde. "Es lag eine Verordnung vor, die deshalb so spät von der Behörde erlassen wurde, weil der Hausbesitzer nicht früher erreicht werden konnte", hieß es. Wer der Eigentümer ist, war unklar: Ein Sprecher der Ärztekammer, in deren Besitz das Objekt bei einer Besetzung vor knapp fünf Jahren war, gab an, dass es vor kurzem an eine Privatperson verkauft worden sei.

Auch dass die Polizei in größerer Stärke angerückt war und im Gebäude niemanden mehr antreffen konnte, wurde offiziell bestätigt. "Es war ja nicht klar, ob wir jemanden heraushelfen müssen", begründete ein Beamter. Man vermutete, dass sich die Aktivisten über ein Fenster im ersten Stock auf die Terrasse eines Nebenhauses zurückgezogen und sich dann im Freien unter eine Gruppe von Sympathisanten - die Polizei sprach von 30 bis 50, die Besetzer von 300 - gemischt haben. Nach dem Einsatz wurde das Tor des leerstehenden Hauses mit Ketten verriegelt.

Wie die Aktivisten am Sonntag in einer Aussendung erklärten, werde man sich von derartigen Polizeiaktionen nicht einschüchtern lassen. Es sei eine Frage der Zeit, bis die Forderung nach einem Selbstverwalteten Sozialen Zentrum in Graz erfüllt werden würde: "Wir kämpfen, so lange es nötig ist."

Quelle: APA

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