Operation! Aber Olympia nicht abgeschrieben
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt: Speerwerferin Elisabeth Eberl (24) musste ein Knorpelstück im Knie entfernt werden. Die Grazerin will bei den Olympischen Spiele in London aber ihr Comeback geben.

Foto © GEPAElisabeth Eberl
Ich bin froh, dass das lästige Stück aus dem Knie heraußen ist. Es hat mich schon seit einigen Monaten beim Werfen behindert" - Elisabeth Eberl war bereits wenige Stunden nach der Operation im UKH Graz wieder gut gelaunt. Das "lästige Stück" war ein Knorpelteilchen hinter der linken Kniescheibe, machte der Grazer Speerwerferin zusehends Probleme und wurde am Samstag von Primarius Franz Josef Seibert und Kniespezialist Jürgen Mandl in einem halbstündigen Eingriff entfernt. "Die Operation wurde mittels einer Arthroskopie durchgeführt und ist gut verlaufen", kann Ex-Zehnkämpfer Jürgen Mandl berichten.
Bereits im Krankenbett begann am Samstag die Rehabilitation: "Ich habe mit einem Ball meine Unterarme trainiert", ließ Eberl wissen. Denn jetzt beginnt für sie auch ein Wettlauf mit der Zeit. Es dauert rund sechs Wochen, bis die ATG-Athletin ihr Knie wieder voll belasten kann. Das heißt: Eberl plant ihr Comeback spätestens bei den Olympischen Spielen Ende Juli in London. Eberl hat sich im Vorjahr mit einem 60,07-Meter-Wurf für die Spiele empfohlen bzw. qualifiziert. In dieser Saison lautet ihre Bestleistung bislang 55,80 m. Trainer Gregor Högler hofft, dass das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) diese Marke als Bestätigung akzeptiert. "Elisabeth war und ist in einer Top-Form. Ich bin überzeugt, dass sie bis London wieder hundertprozentig fit sein wird. Zudem haben wir jetzt alternative Trainingsmethoden", versichert der ehemalige Olympia-Teilnehmer im Speerwerfen.
Nur fit nach London
Auch Eberl ist überzeugt, dass sie rechtzeitig wieder "voll da" sein wird. "Ich würde sicher nicht nach London fahren, wenn ich noch Probleme habe", sagt die 24-jährige Grazerin, die in nächster Zeit viel sitzend trainieren wird. "Wir haben eine Spezialmaschine. Da kann man im Sitzen Würfe imitieren", verrät die Heeressportlerin. Die Spezialmaschine steht im Fliegerhorst am Thalerhof. Da wird man Eberl jetzt besonders oft sehen.














