Neue Galerie in Graz zeigt frühe Arbeiten von Michelangelo Pistoletto
In der Neuen Galerie im Grazer Universalmuseum Joanneum sind ab Samstag frühe Arbeiten des italienischen Künstlers Michelangelo Pistoletto zu sehen.

Foto © Joanneum
Der Vertreter der Arte Povera, der "armen Kunst", schuf neben Selbstporträts in Form von Spiegelbildern auch Werke aus Plexiglas oder arbeitete mit Siebdruck. Zu sehen sind in der von Joanneum-Intendant Peter Pakesch kuratierten Ausstellung auch die sogenannten Minus-Objekte, bei denen gesammelte und gefundene Objekte spielerisch arrangiert werden.
Die Retrospektive in der Neuen Galerie zeichnet die Entwicklung des Künstlers von der intensiven Selbstbeobachtung in den 50er Jahren über die Erweiterung des Bildraumes durch seine Spiegelobjekte bis hin zu seinen Aktionen in den 60er und 70er Jahren nach. Der mittlerweile fast 79-jährige Künstler gestaltete seine Selbstporträts überwiegend mit reflektierenden Farbstrukturen, wobei er Bootslack, Gold oder Silber einsetzte. Etwas später begann er auch mit polierten Stahlplatten und Spiegeln als Bildträgern zu arbeiten, wodurch die Betrachter ebenfalls Teil des Bildes werden.
In der Ausstellung werden 58 Werke gezeigt, darunter auch fünf Videos von Aktionen aus den 50er Jahren. Schon seit seiner Beteiligung an "trigon 75" steht Pistoletto mit Graz in Verbindung, so etwa mit seiner Einzelausstellung im Künstlerhaus Graz (1988) und Ausstellungsbeteiligungen in der Neuen Galerie Graz und im Kunsthaus Graz. Wichtig sind Pistoletto vor allem Szenarien der Interaktion und Partizipation, welche auch in seinem Projekt Cittadellarte sichtbar werden, jenem kreativen "Labor", das Kunst mit allen Bereichen menschlichen Handelns in Interaktion setzt und das das Kunsthaus Graz ab September in der Ausstellung "Cittadellarte. Teilen und verändern" beleuchtet.
Features
"Michelangelo Pistoletto"
Ausstellung in der Neuen Galerie im Universalmuseum Joanneum. Von 2.6 bis 14.10.. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.

















