Angeheizt
Falsch zu parken, ist ja nicht gerade das große Verbrechen. Wenn aber jemand chronisch falsch parkt und damit Strafen von 30.000 Euro (!) ansammelt, dann könnte man schon vermuten, dass da in diesem Leben auch noch etwas anderes chronisch falsch läuft. Weil aber Halte- und Parkverbote nicht aus Jux und Tollerei aufgestellt werden, müssen Parksünder bestraft und das Bußgeld auch eingetrieben werden.
Bei dem Grazer mit dieser 30.000-Euro-Schuld ist das über offenbar sehr lange Zeit nicht gelungen, beim Versuch, ihn für den Antritt einer Ersatzstrafe "einzukassieren", flüchtete der Parksünder per Auto, missachtete rote Ampeln und Geschwindigkeitsbeschränkungen, fuhr auf Gehsteige und rammte einen Polizeiwagen.
Aus der Ferne betrachtet, kann man leicht kritisieren. Aber einen Parksünder mit fünf Streifenwägen zu verfolgen und seine Amokfahrt damit noch anzuheizen, ist wohl die falsche Entscheidung gewesen. Noch dazu, wo so eine Verfolgungsjagd vor fast genau neun Jahren in Graz zwei Tote - darunter ein Kind - gefordert hat.
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