Dynamit, Laser und Nebelschwaden
Die vierte und letzte Festivalnacht mit Ms. Dynamite, Toddla T, Dillon, Skream & Benga. Eine Nacht der Kontraste - und eine durchaus willkommene Abwechslung.
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Ein herrlich lauschiger Auftakt zur "Closing Night": Die Übertragung des Champions-League-Finales im Messe-Garten, das Elferschießen wurde mit DJ begleitet. Bitte um eine Nachspielzeit bei der EM!
Während draußen Didier Drogba das Unmögliche (und Ungerechte) möglich machte, hatte in der Stadthalle längst Ms. Dynamite die Bühne geentert. Ihren Hit "Dy-Na-Mi-Tee" (2002) hatte sie lediglich als Kennmelodie mit dabei, vom sanft groovenden Hip-Hop ihres mehrfach ausgezeichneten Debütalbums hat sie sich zugunsten eines raueren, härteren Garage-Sounds entfernt. Ihren Ruf als eine der besten weiblichen MCs von Großbritannien wird ihr keiner der Anwesenden absprechen wollen.
Mit Toddla T blieb der Abend in der Familie: Mit Ms. Dynamite nahm der milchgesichtige Produzent, neuerdings Host einer eigenen Radioshow auf BBC, bereits eine Single auf. Beim Gastauftritt von Shola Ama ("You Might Need Somebody") ließ sich Ms. Dynamite zu einer kleinen Laudatio hinreißen.
Derweil eine kleine, feine "Auszeit" vom Dance-Sound in der Postgarage: Susana Sawoff (Sawoff Shotgun) und Band spielten wunderhübschen Souljazzpop mit Klavier, Beserlschlagzeug und Bassgeige. Unelektronischer geht es gar nicht. Intim ging es mit Dillons zerbrechlichen elektronischen Chansons weiter, vorgetragen hinter dicken Kunstnebelschwaden. Dass die Bässe der Pratersauna-Disco durch die Wände bumperten, machte den Auftritt nur noch eindringlicher.
Na bumm, darauf war der Sound der beiden Londoner Dubstep-Größen Skream & Benga in der Stadthalle, visuell auch noch begleitet von Laserexzessen, ein ganz schön harter Kontrast. Aber genau das macht das Festival ja aus.





















