Trotz Protesten: Uni beschließt Gebühren
Nach der TU führt auch die KF-Uni Studiengebühren ein. Mit 15 : 11 nahm am Mittwoch die Grazer Universität den Antrag von Rektorin Christa Neuper an, ab Herbst Gebühren zu verlangen. An der Medizin-Uni wurde die Frage vorerst vertagt.
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Auch ein letzter Protest einiger Studenten am frühen Nachmittag konnte das Schicksal nicht mehr wenden: Der Senat der Karl-Franzens-Universität (KFU) beschloss nach recht kurzer Debatte klar, dass es ab Herbst wieder Studiengebühren geben wird. Eingebracht hatte den Antrag Rektorin Christa Neuper, die nach der Senatssitzung entsprechend erleichtert war: "Die Uni kann auf das Geld nicht verzichten, weil es eine Verantwortung für Lehrende und Studierende hat." Ähnlich äußerte sich auch die Vorsitzende des Senates, Monika Hinteregger. Es geht um etwa 3,5 Millionen Euro pro Jahr.
Dabei hatte es so ausgesehen, als könnten sich die Studierenden doch noch Gehör verschaffen. Schon vor 14 Tagen hatte Studentenchef Stefan Thum einen offenen Brief an den Senat geschickt: Die Einführung der Gebühren berge ein großes Risiko für die Uni. Denn die Studierenden würden den Instanzenweg beschreiten, und dies werde die Universität viel Geld kosten.
Am Mittwoch versammelten sich rund 300 Studierende zu einem Protest vor dem Hauptgebäude. Aufgerufen hatten dazu die Grünen, der Verband Sozialistischer Studierender und die kommunistischen Studierenden.
Doch der Senat - bestehend aus Professoren, Assistenten und Studenten - nahm das Risiko mit klarer Mehrheit von 15 : 11 in Kauf. Zumal Rektorin Neuper versprach, das Geld allen zurückzuzahlen, wenn nur eine einzige Berufung beim Höchstgericht durchgeht. Betroffen von der Gebührenregelung sind etwa 15 Prozent der Studierenden: die Nicht-EU-Ausländer und Langzeitstudierende.
Medizin-Uni wartet ab
An der Medizin-Uni Graz kam es am Mittwoch hingegen zu einem Aufschub. Wegen "mangelnder Rechtssicherheit" vertagte der Senat die Frage. Allerdings ist die Situation an der Med-Uni anders als an der KFU: Durch die Aufnahmeregelungen sind Langzeitstudierende selten und wegen der Quotenregelung sind nur fünf Prozent der Studierenden aus dem Nicht-EU-Ausland.














