Betriebe machen gegen Grazer Umweltzone mobil
Erster Protestschritt: Ab sofort bis 14. Juni wird eine Unterschriftenaktion durchgezogen.

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GRAZ. "So geht das nicht, ist man in der Wirtschaftskammer (WK) überzeugt, die Grazer Umweltzone sei ein unausgewogenes Vorhaben. "Wir fordern Berechenbarkeit ein", erklärt WK-Präsident Josef Herk. Auch wenn die Grazer Gemeinderatswahlen im Jänner 2013 geschlagen werden, sei eine rasche Entscheidung notwendig.
Ab sofort bis 14. Juni wird eine Unterschriftenaktion durchgezogen (www.wko.at/stmk), zur Verstärkung gibt es eine zusätzliche Briefaktion (umweltzone.neindanke@wkstamk.at). An der Unterschriftenaktion kann jeder teilnehmen, die Ergebnisse werden der Landes- und Stadtpolitik vorgelegt. Das soll erst einmal Druck erzeugen, denn Mobilität ist ein Wirtschaftsfaktor, stellt Herk klar, "eine Umweltzone heißt aber Fahrverbot". Der Verkehr ist, aus Sicht der WK, nicht der alleinige Sündenbock, man müsse den Hausbrand einbeziehen. Die Gegenargumente: Heizen muss man, Auto fahren nicht unbedingt. Auch die fehlenden Abgasfilter im Plabutschtunnel tragen zur Umweltbelastung bei, sagt Hermann Talowski (Gewerbe und Handwerk). Diese Belastung wird aber vom Autoverkehr verursacht.
Vor der eigenen Haustür sollte man kehren, fordert Sabine Wendlinger-Slanina (Regionalstelle Graz), öffentliche Verkehrsmittel häufiger nutzen, "man muss bereit sein, umzudenken, umzusteigen".
Ein Fahrverbot verschiebt die Kaufkraft von der Innenstadt weg, erläutert Thomas Böck (Kastner & Öhler), bis zu 1500 Arbeitsplätze gingen dadurch verloren, errechnete Joanneum Research. HELLFRIED SEMLER

















