Der SK Sturm ist nicht europareif
Der SK Sturm kassiert gegen die Admira eine 0:3-Schlappe und kann nun endgültig die Europacup-Träume begraben. Nächste Woche soll der neue Trainer feststehen. Und der wird wohl Markus Schopp oder Peter Hyballa heißen.

Foto © GEPADie Admira konterte Sturm mustergültig aus: Die Südstädter haben im Europacup-Kampf nun die besten Karten
Das war es. Sturm wird kommende Saison nicht auf der internationalen Fußballbühne zu sehen sein. Mit der 0:3-Schlappe gegen die Admira haben die Grazer die letzte Chance auf Tabellenplatz drei endgültig vertan. Und der vierte Rang hilft Sturm nur dann weiter, wenn Salzburg das Cup-Finale gegen Ried gewinnt und Rapid Meister wird. Das ist rechnerisch möglich, aber nicht realistisch.
Die Grazer begannen gut, schlugen ein hohes Tempo an und gingen aggressiv in die Zweikämpfe. Wolf, Bukva und Okotie hätten in der ersten Hälfte schon den Führungstreffer erzielen können, taten dies aber nicht. Die Admira versteckte sich keineswegs, hielt dagegen. Und Sabitzer deutete in der 16. Minute schon an, dass er diesmal noch etwas vor hatte. Eine dynamische erste Hälfte endete ohne Tor. Das sollte sich nach dem Wechsel ändern. Innerhalb von vier Minuten lagen die Gäste aus der Südstadt mit 2:0 in Front. Zuerst hatte Sabitzer (67.) getroffen, dann passierte Standfest (70.) ein unglückliches Eigentor. Da rächte sich, dass Szabics (55.) allein vor Admira-Goalie Tischler scheiterte. Und dass Hölzl (77.) in aussichtsreicher Position vor dem Torschuss ausrutschte, war symptomatisch für das Grazer Spiel.
Erster Admira-Sieg seit 1996
Es wollte eben nichts gelingen. Denn Sturm war nicht wirklich die schlechtere Mannschaft an diesem Abend, auch wenn der 0:3-Endstand etwas anderes sagt. Hosiner erzielte in der 84. Minute den dritten Admira-Treffer. Weber sah drei Minuten später die Gelb-Rote Karte. Admiras vierter Auswärtssieg in Serie war der überhaupt erste in der Arena in Liebenau und der erste in Graz seit 5. November 1996, damals noch in der "Gruabn".
Das große Ziel, doch noch einen Europacup-Platz zu ergattern, haben die Sturm-Kicker - im Vorjahr als Meister noch groß gefeiert - verpasst. "Das müssen wir erst verdauen", sagt ein geknickter Sturm-Tormann Christian Gratzei, der nach Schlusspfiff minutenlang am Boden liegen blieb. Von einer "großen Enttäuschung" spricht Stürmer Rubin Okotie, ebenso Trainer Thomas Kristl, der jetzt nur noch ein Ziel hat: "Die Saison vernünftig zu Ende spielen."
Schopp oder Hyballa?
Abseits des Rasens tut sich einiges. So wird der neue Trainer nächste Woche vorgestellt, womöglich noch vor der letzten Runde am Donnerstag. Es bleibt ein Zweikampf: Markus Schopp oder Peter Hyballa (Red Bull Juniors) wird der Cheftrainer wohl heißen, drei Assistenten sollen folgen.
Und auf dem Spielersektor ist Paul Gludovatz an Tomas Esteban Correa Miranda dran. In Österreich wird der spanische Stürmer Tomi genannt und spielt aktuell bei Altach. Den Vorarlbergern ist der 27-Jährige zu teuer, sie wollen ihn abgeben.
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Bundesliga - 34. Runde
SK Sturm Graz - FC Admira Endstand 0:3 (0:0).
UPC-Arena, 10.879, SR Schörgenhofer.
Torfolge:
0:1 (67.) Sabitzer
0:2 (70.) Standfest (Eigentor)
0:3 (83.) Hosiner
Sturm:
Gratzei - Standfest, Dudic, T. Burgstaller, Klem - P. Wolf (70. Kröpfl), M. Weber, Bukva, Hölzl - Okotie (85. Haas), Szabics (65. Bodul)
Admira:
Tischler - Plassnegger, Drescher, Windbichler, Auer - Sabitzer, Mevoungou, Toth, Jezek (89. Zeman)- Ouedraogo (59. Hosiner), B. Sulimani (85. Thürauer)
Gelb-rote Karte:
Weber (87./Foul)
Gelbe Karten:
Weber, Klem, Dudic, Wolf, Bukva, Hölzl bzw. Sabitzer, Plassnegger, Toth
Die Besten:
Weber, Wolf bzw. Tischler, Sabitzer















