Teures Wohnen: Die Grazer Politik reagiert
Stadt soll Wohnungen an- und dann vermieten. Und: neue Voraussetzungen bei Gemeindewohnungen.

Foto © Scheriau
Dass die Wohnungspreise in Graz nach oben schießen (wie im G7 berichtet), ruft nun auch die Politik auf den Plan: So bringt Susanne Bauer (SP) bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag einen Dringlichen Antrag ein. Ihr Vorstoß: Die Stadt soll das tun, was ihr längst erlaubt ist - als Gebietskörperschaft bei geförderten Bauten Wohnungen an- und dann weiterzuvermieten. "So kann ohne große finanzielle Anstrengung die Zahl der Gemeindewohnungen erhöht werden", weiß Bauer, die KP-Stadträtin Elke Kahr mit der entsprechenden Prüfung beauftragen möchte.
Kahr selbst hat indes auch längst reagiert: Bei Anwärtern auf eine Gemeindewohnung (die Warteliste umfasst rund 1700 Personen) werden ja die Lebensumstände geprüft - und dafür Punkte vergeben. Bislang waren 15 Punkte erforderlich. Kahr: "Doch zuletzt häuften sich die Fälle von Personen mit ,nur' einem geringen Einkommen. Dafür gab's bloß zehn Punkte. Die Betroffenen konnten sich also ihre Wohnung nicht leisten, kamen aber für eine Gemeindewohnung nicht infrage." Die Folge: Ab sofort sind nur noch zehn statt 15 Punkte erforderlich.
Ein Umstand, der Kurt Hohensinner (VP) und die JVP-Obfrau Martina Kaufmann freut: Damit steige auch für junge Grazer die Chance auf eine Gemeindewohnung.
















