Was ist dran an diesem Mann?
Andreas Gabalier begeisterte bei seinem Konzert in der Grazer Stadthalle mehr als 8500 Fans. Schon am Nachmittag warteten unzählige Fans auf ihr Idol - stilgerecht in Tracht versteht sich.
Quelle © KLZ Digital Andreas Gabalier in Graz: "Es ist affengeil"
So ganz versteht Georg Reich es selbst nicht. "Ich mag weder Volksmusik noch Schlager. Eigentlich höre ich durchschnittlichen Pop", sagt er. Und doch stellte er sich am Samstag schon kurz vor 16 Uhr in die brennende Sonne vor der Grazer Stadthalle, um möglichst in der ersten Reihe zu landen. Und daran ist einer schuld: Echo-Gewinner Andreas Gabalier. "Er taugt mir einfach, ist natürlich, bodenständig, hat eine super Stimme. Ich wohne in Bayern und bin 600 Kilometer mit meiner Frau zu diesem Konzert gefahren", verrät er.
Einzelfall ist Reich keiner. Mehr als 8500 Fans jubelten - großteils im Trachtengewand - am Samtagabend beim großen Heimspiel des "Volksrock'n'Rollers" in der Grazer Stadthalle. Das Phänomen Gabalier erklären konnten sie sich aber auch nicht. "In unserem Alter ist es eigentlich nicht normal, dass man auf österreichische Musik steht", erklärten die Gleisdorfer Freundinnen Diana Nagy (14) und Katharina Maßner (13). Trotzdem schlägt ihr Herz für Gabalier. Immerhin "ist er so fesch wie keiner". Und auch Schülerin Elisabeth Reitbauer, die mit Mama Erna und Papa Norbert aus Wenigzell kam, freute sich auf das große Konzert. "Er hat sinnvolle Texte. Darauf sollten die Leute hören", meint sie. Aber: "Der Hüftschwung ist auch nicht schlecht."
Hinter den Kulissen ging es hingegen ganz gemütlich zu. Nach seinem Auftritt feierte Gabalier mit Freunden und Familie hinter der Bühne, die schon für das heutige Konzert von Stargeiger André Rieu umgebaut wurde. "Der Tag ist für mich etwas ganz Besonderes. Es ist für jeden Musiker der Olymp, solche Hallen zu füllen", meinte er. Ob er sich selbst das G'riss um seine Person erklären kann? "Keine Ahnung. Musik ist Emotion und das berührt die Leute auf eine eigene Art und Weise", meinte er schulterzuckend.
Eine ausführliche Konzertkritik folgt.
















