Tyrnau erwägt Aufteilung über Bezirksgrenzen
Nördliche Gemeinde tendiert teilweise zu Weiz.
Nicht nur einige Gemeinden im Bezirk Radkersburg sind über die geplante Zugehörigkeit zum neuen Bezirk "Südoststeiermark" alles andere als glücklich. Auch im Norden des Bezirkes Graz-Umgebung könnte es zu einer bezirksübergreifenden Aufteilung einer Gemeinde kommen. Das 160 Einwohner zählende Tyrnau am nordöstlichen Zipfel des Bezirks hat "eine starke Tendenz zu Fladnitz, die sich auch in einer Mehrheit im Gemeinderat widerspiegelt", sagt VP-Bürgermeister Robert van Asten.
Damit hat man aber nicht alle Tyrnauer mit im Boot. "Nicht nur die SPÖ, auch viele andere Bürger wollen noch Infos, wie es mit einer Fusion mit Frohnleiten aussehen würde", erwidert SP-Ortschef Peter Herbst. Auch van Asten begrüßt solche Informationen: "Im Ort selbst sind viele nach Frohnleiten ausgerichtet. Viele Schüler besuchen dort die Schule. Im Winter können wir die Kinder nicht über den Berg nach Fladnitz schicken."
Der Bürgermeister denkt schon laut über eine Teilung Tyrnaus nach: Der Ortsteil Nechnitz, schon jetzt Teil des Almenlandes, könnte zu Fladnitz, also zum Bezirk Weiz wechseln, Tyrnau-Ort selbst zu Frohnleiten, also zu Graz-Umgebung. "Geht es ganz blöd, läuft es darauf hinaus. Da wird es aber eine Volksabstimmung geben", so van Asten nüchtern. Eine Teilung sei "vielleicht mit dem wenigsten Wirbel" verbunden, meint auch Herbst, aber "die Wogen gehen bei einer Fusion mit Fladnitz sicher hoch", vermutet er. Am 7. Mai weiß man vielleicht mehr. Da verhandeln die Gemeinden Schrems, Tyrnau, Röthelstein und Frohnleiten über ihre Zukunft. Schrems und Röthelstein liegen ja zwischen Tyrnau und Frohnleiten. HELMUT BAST
















