Polizisten verhinderten Selbstmord
Drei Polizeibeamte konnten Dienstagabend in letzter Sekunde verhindern, dass eine 28-Jährige vom elften Stock eines Grazer Mehrparteienhauses in die Tiefe sprang. Nach der ärztlichen Versorgung wurde die Frau ins Krankenhaus überstellt.

Foto © Kanizaj
Dramatische Szenen spielten sich am Nachmittag des 1. Mai in einem Hochhaus in Graz-Gösting ab. Dort wollte eine 28-jährige Frühpensionistin vom Balkon ihrer im elften Stock gelegenen Wohnung in die Tiefe springen. "Die Frau stand bereits auf einem Hocker und hatte den Körper über das Balkongeländer gebeugt", berichtet ein Beamter der Polizeiinspektion Wiener Straße.
Zum Glück beobachteten das Anrainer, die sofort die Polizei alarmierten. Als eine Streife mit drei Beamten bei dem Hochhaus eintraf, war die Wohnung der Frau unversperrt. So gelangten sie rasch in die Räumlichkeiten. Doch die 28-Jährige reagierte nicht auf ihr Zureden. "Sie war völlig geistesabwesend, hatte einen starren Blick."
Deshalb sahen die Polizisten nur einen Ausweg: Sie stürzten sich auf die Frau und zogen sie in Sekundenschnelle an den Armen ins sichere Wohnzimmer zurück. Die lebensmüde Frau wurde schließlich mit der Rettung in die Sigmund-Freud-Klinik gebracht und dort stationär aufgenommen. Der Grund für die geplante Verzweiflungstat der 28-Jährigen ist derzeit nicht bekannt.














