Kriminelle Bande spähte in Graz 170 Bankkarten aus
Unbekannte Täter statteten Mitte April 2012 zwei Grazer Bankomaten mit einem Vorsatzlesegerät, einen so genannten Skimmer ("Abschöpfer"), aus und erbeuteten dadurch rund 43.000 Euro. Der Bankomatbetreiber verhinderte einen weit größeren Schaden.

Foto © Koessler/Sujet
Die Geräte der Täter machten auch Videoaufzeichnungen der Eingabe der PIN-Daten, die folglich ausgespäht und kopiert wurden. In der Dominikanischen Republik und den USA wurden mit Kartenduplikaten kurz darauf rund 43.000 Euro behoben. Weitere Behebungsversuche über insgesamt etwa 99.000 Euro konnten aufgrund umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen des Bankomatbetreibers verhindert werden. Die Kartenbesitzer können laut Polizei beruhigt sein, denn wenn man Betroffener von Skimming ist, haftet die kartenausgebende Bank für den Schaden.
Internationale Bande
In Ober- und Niederösterreich gab es zur gegenständlichen Zeit ähnliche Vorgänge, die mit denen in Graz zusammenhängen könnten. Die Vorgangsweise der Täter: die Magnetspur wird durch das Vorsatzgerät gelesen und gespeichert. Manchmal werden die Daten an ein Notebook, neuerdings auch per GSM an ein Handy übermittelt. Die PIN-Eingabe wird mittels Minikamera oder eine über das Tastenfeld geklebte Attrappe aufgezeichnet und ebenfalls gespeichert oder übermittelt. Durch die nun vorhandenen Daten wird eine Kopie der Bankkarte angefertigt und Geld behoben. Die Täter agieren international, die Behebungen erfolgen praktisch weltweit.















