13-jähriger Grazer schlägt Ex-Schachweltmeister Topalow
Martin Christian Huber ist ein Meister des königlichen Spiels. Jetzt bezwang er Wesselin Topalow, Schachweltmeister 2005.

Foto © Regine Hendrich für Spielend Schlauer http://www.schachkurse.at
Zuerst hat er ja noch "eher gezweifelt", ob er Chancen gegen Ex-Schachweltmeister Wesselin Topalow haben könnte. "Aber nach der Eröffnung . . ." Unglaublich, aber er hat es geschafft: Martin Christian Huber aus Graz, erst 13 Jahre alt, aber ein absolutes Schach-Ausnahmetalent, hat am Freitag den Weltmeister 2005 geschlagen.
Doch der Reihe nach: Topalow hatte sich in einem Uhrensimultan den acht besten Spielern unter 18 aus Österreich, Ungarn, der Slowakei und Tschechien gestellt. Nach vierstündigem Kampf gewann der Bulgare mit 5:3 - musste sich aber seinem jüngsten Gegner geschlagen geben. "Martin hat einen Fehler von mir sauber ausgenutzt und die Partie sehr gut zu Ende geführt", war Topalow voll des Lobes über das Spiel des U16-Staatsmeisters, der bei der Weltmeisterschaft in Brasilien im November des Vorjahres 13. geworden war.
O doch, ein bisschen Stolz mischt sich schon in die Stimme des jungen Schachmeisters, der in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe Titel und Pokale eingeheimst hat. Mit acht war er das erste Mal am Brett gesessen, hatte die Züge mit einem Computersystem gelernt ("es waren Weihnachtsferien und mir war langweilig") - drei Monate später hatte er den ersten Sieg in der Tasche. Es sollten noch viele folgen.
Inzwischen ist die Pokalsammlung in seinem Zimmer auf rund "40 bis 50" angewachsen - und wenn es nach dem 13-Jährigen geht, dürfen es ruhig noch viel mehr werden. Seine Ziele? Der Schüler (er geht ins BRG Petersgasse in Graz), der insgesamt schon vier Staatsmeistertitel hat, zwei davon in der U16, würde bei der Weltmeisterschaft gern eine Platzierung "unter den Top 10" schaffen. Und langfristig? Martin Christian Huber muss nicht lang überlegen: "Würde ich gerne Großmeister werden." BEATE PICHLER















