Andreas Gabalier: "Ich mache keinen Schlager"
Höhenflug: Am Freitag startet die fast ausverkaufte Hallentour von Andreas Gabalier. Am Dienstag ist er im Rennen für vier "Amadeus Awards".

Foto © Sabine Hoffmann
Ein freier Tag, das wäre es gewesen. "Einmal durchatmen vor der Tour hätte nicht geschadet", gesteht "VolksRock'n'Roller" Andreas Gabalier. Am Freitag startet in Wels seine erste große Hallentour. Der große Höhepunkt wird das ausverkaufte Konzert in der Wiener Stadthalle sein, bei dem ihm 11.000 Fans zujubeln werden. Zuvor steht am Dienstag aber der "Amadeus" an. Und auch dort ist der derzeitige Überflieger der Musikindustrie neben Hubert von Goisern Spitzenreiter - mit vier Nominierungen (siehe Infokasten). Für das Graz-Konzert am 5. Mai wurden schon mehr als 8500 Karten verkauft.
Welche Bedeutung hat der "Amadeus" eigentlich für Sie?
ANDREAS GABALIER: Generell sind Preise immer eine schöne Sache. Es geht zwar die Welt nicht unter, wenn man nicht gewinnt, aber man freut sich. Beim Amadeus bin ich allerdings etwas skeptisch.
Warum?
GABALIER: Ich finde die Art der Abstimmung nicht optimal. Die Fachjury ist ja in Ordnung. Aber die Publikumsstimmen? Da geht es nur darum, wer mehr Leute mobilisieren kann.
Aber gerade für Sie ist das ja ein Vorteil. Sie haben ja eine besonders starke Fangemeinde.
GABALIER: Trotzdem. Fairer wäre es etwa, Verkaufszahlen mit einzurechnen. So wie beim "Echo" in Deutschland. Das ist halt meine Meinung.
Was sagen Sie eigentlich dazu, dass Sie in der Kategorie Schlager nominiert sind? Normalerweise distanzieren Sie sich ja von dieser Sparte . . .
GABALIER: Na ja, auch das ist ein Punkt, den ich nicht ganz verstehen kann. Ich mache keinen Schlager und finde die Nominierung auch den anderen Künstlern wie Semino Rossi oder Marco Ventre gegenüber nicht fair. Eigentlich habe ich in dieser Kategorie nichts zu suchen. Aber egal.
Am Freitag startet Ihre große Hallentour, bei der Sie in den nächsten zwei Wochen vor insgesamt 60.000 Konzertbesuchern auftreten werden. Sind Sie nervös?
GABALIER: Ja, ziemlich. Ich bin großes Publikum zwar gewöhnt, aber dass jeder Einzelne nur wegen mir da ist, setzt mich schon unter Druck. Ich will ja, dass alle am Ende des Abends mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause gehen. Die Bestätigung von den Fans ist für mich schon immer am wichtigsten gewesen - und ich hoffe, sie werden auch bei der Tour begeistert sein.
Was können Sie schon über die Show verraten?
GABALIER: Ich spiele zum ersten Mal mit einer Live-Band, deshalb sind die Nummern etwas rockiger angelegt als auf den Alben. Es gibt Teile, wo ich das Publikum mit einbeziehe. Auf eine gespielte, durchgehende Show verzichte ich aber ganz bewusst. Im Mittelpunkt steht Volks-Rock'n'Roll.
Apropos Show: Ihr Bruder Willi tanzt derzeit mit Mimin Brigitte Kren bei "Dancing Stars". Was glauben Sie, wie weit die beiden kommen werden?
GABALIER: (lacht) Na, ich hoffe natürlich, dass sie gewinnen. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil der Willi mein Bruder ist. Gerade die Gitti bringt so viel Witz in die Sendung, die der ORF-Show ein bisschen fehlt. INTERVIEW: ANDREA STANITZNIG

















