Fördertopf war nach 40 Sekunden leer
Der Andrang auf die Fotovoltaik-Förderung hält weiterhin an: In der Steiermark war der Fördertopf nach 40 Sekunden geleert.

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Es war wieder ein Rennen um Sekunden, das sich am Mittwochabend all jene Steirer lieferten, die eine Fotovoltaikanlage errichten wollen. Innerhalb von 40 Sekunden, nachdem das Online-Förderportal des Klimafonds um Punkt 18 Uhr seine virtuellen Tore geöffnet hatte, waren aus der Steiermark 1100 Anträge eingegangen - womit die vorgesehenen vier Millionen Euro theoretisch aufgebraucht waren.
Ansturm
Allein in den ersten drei Stunden nach Förderbeginn langten beim Klimafonds in Wien mehr als 10.000 steirische Anträge ein - um 2000 mehr als im Vorjahr, womit der alte Rekord gebrochen ist. Nirgendwo in Österreich ist der Andrang größer. 2011 hatten die solarbegeisterten Steirer immerhin noch 26 Sekunden länger gebraucht, um den Fördertopf leer zu räumen. Allerdings sehe der Ansturm auf den ersten Blick etwas größer aus, als er tatsächlich sei, relativiert Klimafonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth. "Es sind immer sehr viele Mehrfachanträge für ein und dieselbe Anlage dabei. Wie viele Steirer tatsächlich eine Förderung wollen, wissen wir erst in den nächsten Tagen." Insgesamt reichen die Mittel jedenfalls für rund 1100 steirische Fotovoltaikanlagen.
Bei fast zehnmal so vielen Förderanträgen ist allerdings trotz Mehrfacheinreichungen anzunehmen, dass etliche Steirer leer ausgehen. "So hinterlässt man letztlich Tausende Unzufriedene", kritisiert Hans Kronberger vom Dachverband Photovoltaic Austria. Dabei sei die Sonnenstrom-Förderung für den Staat ein gutes Geschäft. "Über die Mehrwertsteuer und die Beschäftigungseffekte kommt das Geld mehrfach wieder zurück. Die Leute haben ein hohes ökologisches Bewusstsein und wären bereit zu investieren, aber sie bekommen dafür nicht genug Unterstützung." Die Deckelung des Fördertopfes müsse endlich fallen, fordert Kronberger. Am Zug seien jetzt Kanzler und Vizekanzler.
















