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Zuletzt aktualisiert: 25.04.2012 um 16:33 UhrKommentare

Fünfjähriger zog sich schwere Verbrennungen zu

Unfall in Köflacher Thermenhotel: Junger Ennstaler stieß Flascherl um, heißes Wasser übergoss sich über den Buben - Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten nach Graz.

Foto © Erwin Scheriau/Sujet

Auf Thermenurlaub in Köflach war die vierköpfige Familie aus dem Ennstal. Doch der Urlaub endete Mittwochvormittag abrupt und auf schreckliche Weise: Das ältere Kind der Familie, ein fünfjähriger Bub, verbrühte sich im Hotelzimmer so schwer, dass er mit dem Rettungshubschrauber in die Brandstation der Grazer Kinderklinik gebracht wurde.

Rettungshubschrauber

"Rund zehn bis 15 Prozent der Hautoberfläche sind betroffen", berichtet ein Crewmitglied des Rettungshubschraubers C12 aus Graz. "Das Kind hat an Brust und Bauch Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten." Lebensgefahr besteht zum Glück nicht, doch dem fünfjährigen Fabian stehen nun schmerzhafte Wochen bevor.

Dabei hatte alles ganz harmlos begonnen: "Die Mutter hatte in der Früh im Badezimmer den Wasserkocher eingeschaltet", ergaben später die Ermittlungen der Köflacher Polizei. Als das Wasser heiß war, goss sie es in eine Babyflasche - sie wollte das Frühstück für die kleine Tochter bereiten. "Rund ein halber Liter ging hinein", so der ermittelnde Polizeibeamte. Dann stellte die Frau die Flasche zum Abkühlen neben das Waschbecken. Eltern und Kinder hielten sich danach im Zimmer neben dem Bad auf.

Doch der fünfjährige Fabian ging gegen acht Uhr unbemerkt ins Badezimmer. Er griff nach dem Flascherl, Sekunden später dann ein Schrei. Das noch immer siedend heiße Wasser hatte sich über Brust und Bauch des Buben ergossen. Die geschockten Eltern leisteten nicht nur selbst Erste Hilfe, sie alarmierten auch die Thermenärztin, die bis zum Eintreffen des Notarztes den schwer verletzten Buben versorgte. "Der Bub war sehr tapfer und ruhig", lobt der ermittelnde Polizeibeamte den kleinen Fabian. Wenig später landete auch schon der Rettungshubschrauber, direkt hinter dem Köflacher Thermenhotel, was in der Umgebung für Aufsehen sorgte.

DANIELE MARCHER

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