Österliches aus Barock und Gegenwart
Löschberger dirigierte Bach und Planyavsky.

Foto © Sabine HoffmannChorleiter Erwin Löschberger
GRAZ. Mit "Osteroratorium x 2" brachte Erwin Löschberger echte Raritäten in die Schutzengelkirche. Denn Johann S. Bachs Osteroratorium "Kommt eilet und laufet" war vermutlich noch nie in Graz zu hören und "Leben aus dem leeren Grab - ein Osteroratorium" von Peter Planyavsky war überhaupt eine Uraufführung. Löschberger hatte sich den Wunsch nach diesem Werk selbst erfüllt - mit einem Kompositionsauftrag an den bekannten Wiener Organisten und Komponisten.
Bachs prächtige, jubelnde Sinfonia zum Auftakt und das folgende schmerzlich wehmütige Adagio zeichneten gleich zu Beginn jene inhaltliche Spannung zwischen Trauer und Osterfreude vor, die das Konzert bestimmen sollte.
Auch das Werk Planyavskys packte die Zuhörer von Beginn an. Chaos symbolisierende Cluster, eine durchschimmernde Auferstehungsmelodie, komplexe Rhythmen und lyrische Passagen ließen auch dem wohltuend unpathetischen Text Löschbergers Raum. Die Chorgemeinschaft Schutzengel, das Orchester Graz-Eggenberg und die Solisten (Irma Mihelic, Judith Mayer, Johannes Chum, Ewald Nagl, David McShane und Martin Fournier) sorgten für eine starke und stimmige Interpretation. EVA SCHULZ
















