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    Zuletzt aktualisiert: 17.04.2012 um 23:16 UhrKommentare

    Graffiti gehen weg, Zwist bei der Feuerwehr bleibt

    Ehrenamtliche Feuerwehrleute erhalten bis zu 1000 Euro im Monat. Kurioser Graffiti-Vorstoß im Gemeinderat.

    Ist die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich? Nein, ist sich BZÖ-Gemeinderat Georg Schröck sicher. "Dort verdienen manche bis zu 1000 Euro im Monat - das hat mit Ehrenamt nichts mehr zu tun."

    Hintergrund: Seit rund zwei Jahren haben die Freiwilligen die Brandsicherheitswachdienste von der Berufsfeuerwehr übernommen. Bei Maturabällen, Konzerten oder großen Veranstaltungen im öffentlichen Raum schreibt die Behörde so einen Dienst vor. Der jeweilige Veranstalter zahlt pro Stunde und Feuerwehrmann 20 Euro - davon wandern zehn Euro in die Wehrkasse, zehn Euro erhält der oder die Freiwillige selbst.

    Wegen der vielen Veranstaltungen und nur rund 30 Freiwilligen, die die Ausbildung für den Brandsicherheitswachdienst haben, komme für den Einzelnen ein schönes Zubrot heraus. "Wir kennen die Problematik, aber die Leute machen das nicht, um Geld zu verdienen", sagt Andreas Rieger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr. Vielmehr würde er ohne "diese kleine Belohnung nicht genug Leute für alle Dienste bekommen".

    Für Schröck ist klar: "Unter diesem Gesichtspunkt hat die Freiwillige Feuerwehr keine Daseinsberechtigung mehr." Das BZÖ wird morgen im Gemeinderat dahin gehend initiativ.

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    Indes plant Bernhard Kraxner beim morgigen Gemeinderat einen kuriosen Vorstoß: Nichts gegen tolle Graffiti-Kunst, betont der VP-Mandatar - doch illegal an Häuserfassaden angebracht würden diese vielfach das Stadtbild "verschandeln". Also will Kraxner dagegenhalten: "Viele Hausbesitzer wissen nicht, dass es Firmen gibt, die sich auf das Entfernen von Graffiti spezialisiert haben. Sowie auf präventive Beschichtungen, die solche Farben leicht abwaschbar machen." Daher wolle er die Stadt Graz (in puncto Gemeindewohnungen), aber auch öffentliche Körperschaften sowie private Hausbesitzer mit diesen Firmen zusammenspannen.

    Und: Um eben der Graffiti-Kunst, die diesen Namen verdient, ein Ersatzforum zu geben, will Kraxner das Aufstellen von Spraywänden im öffentlichen Raum forcieren. Klaus Strobl, VP-Bezirksvorsteher in Jakomini, habe bereits die Bereitschaft dazu signalisiert.

    M. SARIA, G. WINTER

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