Donnerwetter nach Abnahme von 52 Tieren
Hausverbot im Heim, harte Kontrollen und Tränen: Vergeblich kämpfte eine 57-jährige Grazerin um die Rückgabe ihrer 52 Tiere, die ihr im Jänner abgenommen worden waren. 15 davon holte nun ein Politiker.

Foto © KKBZÖ-Politiker Gerald Grosz erwarb einen Hund und 14 Katzen
GRAZ. Ungewöhnliche Wende im Fall der 52 abgenommenen Tiere. Einen Hund und 14 Katzen erwarb nun BZÖ-Politiker Gerald Grosz vom Landestierheim und brachte sie in die "Arche Noah" zur Pflege. Die restlichen Tiere sind vergeben worden - oder mussten eingeschläfert werden. Bitter für die ehemalige Halterin.
Wie berichtet, hat die Behörde Ende Jänner 38 Katzen, vier Hunde, vier Vögel, vier Kaninchen und zwei Meerschweinchen aus einem Haus gerettet. Ein Grazer Feuerwehrmann wurde von einer Katze verletzt. Ihrer Besitzerin (57), als "Katzenmutter vom Schloßberg" bekannt, war alles über den Kopf gewachsen, die Tiere waren teils verwahrlost und krank. Da sie sich gegen die Abnahme wehrte, landete die 57-Jährige in der Freud-Klinik.
Was folgte, fällt laut Grosz unter Amtsmissbrauch und Willkür. Die Beamten sehen es anders. Jedenfalls kämpfte die Frau - vom Arzt nach einer "akuten Belastung" prompt wieder entlassen - um ihre Tiere. Sie brachte ihre Bleibe in Ordnung und ihren Tieren Futter ins Heim. So oft, dass die 57-Jährige Hausverbot erhielt. Obendrein verweigerte ihr die Behörde die Rückgabe der Hunde und Katzen. Tenor: Die Grazerin habe sich zwar bemüht und oberflächlich sauber gemacht. Man bezweifelt aber, dass die 57-Jährige das Haus bewohnt. Und leisten kann sich die Pensionistin die vielen Tiere ohnehin nicht.
"Bei der Kontrolle ging es mehr um Waschmaschine und Kühlschrank als um Tiere", grollt Grosz. Er will wissen, wo die restlichen Tiere sind. Mit Stadtrat Michael Grossmann (SP) sucht man nach einer verträglichen Lösung. THOMAS ROSSACHER














