Helfer in der Katastrophe
Feuerwehr-Urgestein Otto Widetschek hat nach seinen Memoiren ein Fachbuch verfasst: Einen Einblick in den Katastrophenschutz für jedermann soll "Der große Gefahrguthelfer" bieten.

Foto © Rainer BrinskelleOtto Widetschek
Sein Fachwissen in verständlicher Weise einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wird Otto Widetschek (70) nicht müde. In akribischer Arbeit hat der Brandschutzexperte aus seinem Büchlein "Kleiner Gefahrguthelfer", das seit Jahrzehnten zur Standardausrüstung jeder heimischen Feuerwehr gehört, ein Buch für Feuerwehrleute und Interessierte gemacht.
"800 Seiten dick und 1,4 Kilogramm schwer ist es geworden", ist der 70-Jährige auf das Buch, das er als Lehrbuch für jedermann beschreibt, stolz. Erstmals werde darin im deutschsprachigen Raum auf die Probleme alternativer Energien im Katastrophenfall eingegangen. So befasst sich der Präsident des "Brandschutzforums Austria" etwa mit Wasserstoff- und Elektroantrieben. Von diesen könne bei Unfällen für Einsatzkräfte und Betroffene große Gefahr ausgehen.
"Ein wichtiger Teil des Buches sind Tipps, wie sich die Bevölkerung im Katastrophenfall - etwa bei einer Giftgaswolke oder nach einem Atomunfall - verhalten soll", erklärt Widetschek. Neben der Fachkunde vergisst der Autor aber nicht auf das Vergnügen: "Im Buch gibt es viele Anleitungen für spannende Experimente."
In nächster Zeit will sich der ehemalige Branddirektor der Stadt Graz und "geistige Vater" der steirischen Betriebsfeuerwehren auf seine Tätigkeit als Universitätslektor konzentrieren. Pro Semester besuchen 1000 Studenten die Vorlesung des 70-Jährigen zum Thema Brandschutz an der Karl-Franzens-Universität. "Die Aktivitäten auf diesem Gebiet machen mir noch immer Spaß", betont Widetschek.
















