Ab 2013 länger feiern, aber weniger trinken
Land legt Strategie für Kinder- und Jugendarbeit bis 2020 fest. Im Jugendschutz sind liberale Ausgeh-, aber strengere Alkoholregeln geplant.

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Von Ausdrucksformen und Bildungsorientierung über Lebenswelten bis zur Prävention: Leitplanken für die Kinder- und Jugendarbeit bezeichnet Landesrätin Elisabeth Grossmann die neue Strategie des Landes. Nach dieser will man die Entwicklung der sechs- bis 26-jährigen Steirer bestmöglich vorantreiben. Zum Beispiel mit regionalen Jugendmanagern, mit klaren Vorgaben an die Aktiven ("Keine Allerweltsveranstaltungen") und breiten Angeboten. Rund sechs Millionen Euro sind im Budget.
Ein Schwerpunkt ist der Jugendschutz und da unternimmt Grossmann einen neuen Anlauf für einheitliche Regeln. "Die östlichen Bundesländer sind sehr liberal, die westlichen restriktiv", skizziert die Landesrätin. Nachdem eine Einigung mit Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) gescheitert ist, will die Steiermark mit den benachbarten Bundesländern (mit vier verschiedenen Jugendschutzgesetzen) den Konsens finden. Ansonsten wird es laut Grossmann eine rein steirische Novelle geben. Noch heuer könnte sie beschlossen werden und ab 2013 in Kraft treten. Grossmann denkt daran, "bei Ausgehzeiten liberaler, bei den Alkoholbestimmungen hingegen strenger zu sein". Gut möglich, dass steirische Jugendliche um 2 Uhr in der Früh nicht mehr nach Hause gehen müssen. Siehe Burgenland (oder Wien), wo ab dem 16. Lebensjahr unbegrenzt ausgegangen werden darf. Unterdessen sollen Alkopops erst mit 18 Jahren konsumiert werden dürfen. Fraglich ist, ob die Jugendlichen das Regelwerk überhaupt kennen. "Schön wäre es, wenn es jeder Steirer kennen würde", meint Jutta Petz, Leiterin des Jugendreferats.
Für Petz und Mitstreiter ist der Jugendschutz aber nur eines von sechs großen "Handlungsfeldern". Ein anderes, die Lebenswelten, beinhaltet öffentliche Spielräume. Bei deren Gestaltung sollten Kinder- und Jugendliche mehr eingebunden sein.
















