Polizeilich Gesuchter erfand einen Überfall
Verdächtiger Kärntner brauchte neue Papiere. Auf der Flucht wurde er in Dresden gefasst. In der Justizanstalt Wels wurde er jetzt von Beamten der Grazer Polizei einvernommen, dabei gab er den fingierten Raubüberfall zu.

Foto © Kanizaj/Sujet
Die 25 Zentimeter lange Schnittwunde am Unterarm hatte er sich selbst mit einer Nagelschere zugefügt, der bei der Polizei angegebene Name war der seines jüngeren Bruders: Durch einen erfundenen Überfall, vermeintlich begangen am 13. Dezember am Grazer Hauptbahnhof (wir berichteten), wollte ein 27-jähriger Kärntner nämlich seine wahre Identität verschleiern. Und zu einer Anzeigebestätigung für die "geraubten" Ausweise und damit zu neuen Papieren kommen, denn der 27-jährige Wolfsberger wurde im Dezember bereits polizeilich gesucht.
Schwerer Betrug
"Wegen schweren Betruges bestand gegen ihn eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wels", so die Polizei gestern. Auf der Flucht kam ihm die Idee zum Überfall, als sein eigener 21-jähriger Bruder setzte er dann die Fahrt mit dem Zug fort.
Eine Zeit lang ging alles gut, doch Anfang März wurde der Mann in Dresden (Deutschland) gefasst und nach Österreich ausgeliefert. In der Justizanstalt Wels wurde er jetzt von Beamten der Grazer Polizei einvernommen, dabei gab er den fingierten Raubüberfall zu.















