Interio: Eine Vase als Kultsymbol
Auch am Sonntag das Geschäft offen halten - Raumausstatter Interio eröffnet neue Filiale in Graz und sorgt für Funkenflug.
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Weg ist sie wieder. VW hatte bei der Auflage des viel geliebten Käfers als Beetle als Verbeugung vor der Vergangenheit die Blumenvase am Armaturenbrett in die Serie aufgenommen. Jetzt, nach der Überarbeitung des Modells, ist die Vase verschwunden. Bei Interio sieht man vieles anders: etwa, dass man vielleicht nie genug Vasen (oder Accessoires zur Raumverschönerung) in der Wohnung haben kann.
Interio hat stark expandiert. 14 Filialen gibt es derzeit in Österreich, die jüngste wurde kürzlich im Zentrum von Graz, gleich neben dem Rathaus, eröffnet. Eigentümerin und Geschäftsführerin des Unternehmens ist Janet Kath. Ihre Erfahrungen im Handel machte sie u. a. als ehemalige Geschäftsführerin von Bipa. Im Jahr 2000 verkaufte die Schweizer Globus-Gruppe - zu ihr gehört auch die Handelskette Migros - in Österreich das Möbelhandelshaus Interio an Kath.
Zuletzt sorgte Interio für neuen Zündstoff, vorerst nur in Wien. Dort öffnete das Einrichtungshaus in der Bahnhofcity Wien-West am Sonntag. Das brachte Richard Lugner so richtig auf die Palme, der in seiner Einkaufs-City nicht aufsperren darf. Interio beschäftigt in Österreich rund 300 Mitarbeiter. Der Standort im Herzen von Graz (ehemaliges Restaurant Tokio) habe sich angeboten, bisher als Bestandteil einer "gesunden Innenstadt" gefehlt, meint Alexander Tschaschl, gebürtiger Grazer und bei Interio Verkaufsleiter für Österreich. Er wechselte nach 15 Jahren beim Bekleidungshaus Peek & Cloppenburg in die Möbel- und Accessoires-Branche. Die neue Aufgabe schien herausfordernder. Und das heißt? "Interio entwickeln, expandieren." Neben Graz ist Interio in der Shoppingcity Seiersberg eingemietet.
Beachtlich, was ein Haushalt laut einer Studie von RegioPlan jährlich für den Konsum ausgibt: rund 43.300 Euro. 6600 davon werden in die Wohnung investiert und davon werden um rund 1500 Euro Accessoires und Kleinmöbel erworben. 600 Euro gehen fürs Rauchen auf, 500 für Kultur und Unterhaltung.
Nach einer Stagnation der Umsatzentwicklung hat der Möbelhandel leicht auf rund 5,5 Milliarden Euro zugelegt. Wohnaccessoires fetten dabei seit Jahren die Umsätze auf. Homing, die Inszenierung des eigenen Wohnraums, nimmt immer mehr Bedeutung an.














