Behinderte geschädigt: Leiterin einer WG wurde entlassen
Die Leiterin einer Grazer Wohngemeinschaft wurde fristlos entlassen. Die Frau soll mit dem Taschengeld der Behinderten persönliche Gegenstände wie Schuhe und Bekleidung eingekauft haben. 2000 Euro Schaden.

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Auf Kosten ihrer Zöglinge hat die Leiterin einer Grazer Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung angeblich persönliche Einkäufe getätigt. Schuhe, Sportausrüstung, Bekleidung soll sie mit dem Taschengeld der Behinderten bezahlt haben. Das bestätigte Walter Ferk, Geschäftsführer von Jugend am Werk, Betreiber dieser Wohngemeinschaft. Die Frau wurde fristlos entlassen.
Sofort reagiert
"Wir beschäftigen 700 Mitarbeiter. Wie überall gibt es auch bei uns schwarze Schafe", so Walter Ferk zur Kleinen Zeitung. "Aber solche Verfehlungen sind nicht tolerierbar. Deshalb haben wir sofort reagiert, als wir davon erfahren haben."
Die Leiterin der Wohngemeinschaft war seit über zehn Jahren bei Jugend am Werk beschäftigt. Sie verwaltete auch die Taschengelder der Behinderten. So war es ihr möglich persönliche Einkäufe über diese Taschengelder abzurechnen. Die kriminellen Machenschaften der Chefin waren angeblich von Mitarbeitern aufgedeckt worden. Laut Ferk gibt es drei Geschädigte. Die Schadenssumme beziffert er mit 2000 Euro. Weil die Frau den Schaden zurückbezahlt hat, wurde auf eine Anzeige verzichtet. Ferk: "Das haben wir mit der Sachwalterschaft so vereinbart."
Vor mehreren Jahren soll es in drei anderen Zweigstellen zu ähnlichen Verfehlungen gekommen sein. Ferk: "Dazu kann ich nichts sagen, das war vor der Zeit der neuen Geschäftsführung."















