FPÖ lässt den Rechnungshof Finanzen prüfen
Eustacchio: Rechnungshof soll kontrollieren, wie die FPÖ die städtischen Gelder verwendet.
Ein Frühlingsgewitter ist es, das über den grünen Gemeinderat Gerhard Wohlfahrt hereinbricht. SPÖ-Klubchef Karl-Heinz Herper spricht von "Vertrauensverlust. So kann man nicht miteinander umgehen." Auch ÖVP-Klubchef Peter Piffl-Percevic und FPÖ-Chef Mario Eustacchio gehen zum Grün-Mandatar auf Distanz. Grund für den Ärger: Nach der jüngsten Klubobleute-Konferenz zum Thema transparente Parteikassen wurde ein neuer Termin im Juni vereinbart. "Bis dahin wird der Bundesentwurf vorliegen, bis dahin sollten weitere Expertengespräche folgen - und erst dann wollten wir öffentlich kommunizieren", so Herper. All dem habe auch Wohlfahrt zugestimmt, "nur um dann gleich daraus Wahlkampfmunition zu machen. Ich werde an keinen Treffen mehr mit Gerhard Wohlfahrt teilnehmen."
Eustacchio kritisiert nicht nur Wohlfahrt, er legt auch inhaltlich nach: "Wir sind bereit, unsere Finanzen dem Stadtrechnungshof offenzulegen, damit dieser seriös prüft, wie wir mit den städtischen Polit-Subventionen umgehen." Was er nicht will: "Dass die Grünen in unseren Finanzen herumschnüffeln."
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Rätselraten bei den Kinderfreunden: Da enthauptet sich die Spitze der Landesorganisation selbst, und keiner in der Mutterpartei SPÖ weiß, warum. Diese Woche wurde ja bekannt, dass der gesamte Vorstand bestehend aus Reinhard Meier, Inge Schafarik und Annemarie Hopf das Handtuch geschmissen hat, auch Geschäftsführer Bernd Kastenhuber hat gekündigt. Präsident Meier war bisher für keine Stellungnahme erreichbar, soll aber bis zu einer außerordentlichen Landeskonferenz im Juni die Kinderfreunde weiter leiten.
Viele Genossen vermuten einen Zusammenhang mit der versuchten und letztlich gescheiterten Auflösung des Kindergartens in der Pappenheimgasse. Und: Viele Genossen befürchten, dass es um die finanzielle Situation der Kinderfreunde nicht zum Besten steht.
Für die Grazer SPÖ-Chefin Martina Schröck ist es jedenfalls unangenehm: Sie wollte mit den Kinderfreunden über die Rückgabe der Billig-Grundstücke an die Stadt verhandeln, um dieses Thema im Wahlkampf endlich vom Tisch zu bekommen. Jetzt fehlt ihr aber ein Verhandlungspartner. THOMAS ROSSACHER, GERALD WINTER

















