Andritz steht unter Volldampf
Mit Wasserkraftwerken hat Andritz seit Jahresanfang mehr als 300 Millionen Euro Umsatz erzielt. Zur Markterweiterung wurde ein Industrieofenerzeuger in den USA gekauft.

Foto © Jürgen Fuchs
S chlag auf Schlag geht es beim Anlagenbau-Konzern Andritz. Die Aufträge, vorwiegend aus der Energiewirtschaft, strömen ins Haus, der Schwerpunkt liegt bei Wasserkraftwerken. Aber Andritz denkt auch in andere Richtungen. Nun wurde in den USA ein Unternehmen erworben, das Großöfen für die Industrie erzeugt. Weitere Zukäufe sind für heuer noch geplant.
Finanziell geht es Andritz blendend. Rund 1,4 Milliarden Euro hat der Konzern auf der hohen Kante. Da geht sich einiges aus. So wurde eben in den USA Bricmont gekauft, ein Ofenanlagenbauer mit 85 Mitarbeitern. Den Jahresumsatz von 30 Millionen Euro egalisiert Andritz locker mit einem mittelprächtigen Auftrag. Warum der Zukauf? Konzernsprecher Michael Buchbauer argumentiert, dass es "eine ideale Produktergänzung" sei. Andritz habe Öfen für die Kupfer- und Stahlindustrie im Programm, Bricmont erweitert die Palette um die Alu-Industrie. Regional ergebe sich eine "Marktergänzung" durch neue Märkte in Nordamerika, China und Indien.
Große Pläne
Andritz wird nicht müde, sich um Unternehmen, die sich für einen Kauf eignen, umzuschauen, erklärte Konzernchef Wolfgang Leitner. Das ist "absolut ein Teil der Wachstumsstrategie", sagt Buchbauer, heuer sei mit "hoher Wahrscheinlichkeit" mit Abschlüssen zu rechnen, "Garantie gibt es aber keine".
Die Unternehmen, streicht der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Christoph Neumayer, heraus, tragen den Aufschwung: "Wir erleben eine Frühjahrsbelebung." Andritz schwimmt mit kräftigen Armzügen im Fluss mit. Von ThyssenKrupp wurde ein Auftrag zur Lieferung von Stahlwerkskomponenten geholt. Mit Aufträgen u. a. aus Chile, aus dem Kongo und der Türkei wurden seit Jahresbeginn Aufträge über mehr als 300 Millionen Euro verbucht. Bei einem Auftragsstand von 6,7 Milliarden Euro ist die Auslastung für die weltweit rund 17.000 Beschäftigten auf lange Sicht gesichert.
















