"Die Niederlage war reine Kopfsache"
Nach dem 2:10 in Innsbruck ist beim ATSE Graz Feuer am Dach.
EISHOCKEY. Der ATSE Graz steht nach einer 2:10-Pleite in Innsbruck im Finale der Nationalliga mit dem Rücken zur Wand. Nach zwei Niederlagen gegen die Haie müssen die Grazer am Samstag im dritten Spiel der Best-of-five-Serie (Eishalle Liebenau, 19.15 Uhr) gewinnen, sonst ist es vorbei. Trainer Martin Hohenberger hat noch nicht aufgegeben.
Wie konnte es in Innsbruck zu so einer Pleite kommen?
MARTIN HOHENBERGER: Die Spieler waren im Kopf nicht bereit. Sie haben zu viele Fehler gemacht und Innsbruck hat uns für jeden einzelnen bestraft. Vielleicht hatten wir einen schwarzen Tag, das darf aber keine Ausrede sein. Es kann sein, dass manche mit dem Einzug in das Finale schon zufrieden sind. Ich bin es nicht.
Es klingt, als würde es nur am Willen liegen . . .
HOHENBERGER: Die Niederlage war eine reine Kopfsache. Wir haben Fehler gemacht, die man in der Vorbereitung macht und dann nicht mehr. Wenn wir als Team auftreten, sind wir unschlagbar. Die Spieler sind gelaufen, es war aber meist umsonst.
Zwei Spiele wurden verloren, war es das mit dem Titel?
HOHENBERGER: Wir haben noch eine Chance, wenn uns am Samstag ein Sieg gelingt, schlagen wir zurück. Wie oft hat man schon die Chance, in einem Finale zu stehen und es sogar zu gewinnen. Wir geben nicht auf.
Was muss sich ändern, dass der ATSE am Samstag die Wende einleiten kann?
HOHENBERGER: Jeder hat 60 Minuten lang seinen Job zu machen. Die Spieler müssen auf sich schauen und dürfen sich nicht auf andere verlassen.
Wird es nach der Pleite Konsequenzen geben?
HOHENBERGER: Jetzt noch nicht. Aber wenn ich am Samstag in den ersten zehn Minuten sehe, dass ein Spieler nicht bereit ist zu kämpfen, reagiere ich. Notfalls spielen wir mit zwei Linien fertig. INTERVIEW: GEORG MICHL












