Puls 4 und Theater im Bahnhof machen gemeinsame Sache
Puls 4 startet mit dem Theater im Bahnhof einen Testballon für eine Late-Night-Schiene. Puls 4 zeichnet am 3. April zwei Ausgaben von "Demokratie - die Show" auf.

Foto © JÜRGEN FUCHS Michael Ostrowski
Das Theater im Bahnhof (TiB) wird fürs Privatfernsehen abgetestet: Puls 4 zeichnet am 3. April zwei Ausgaben von "Demokratie - die Show" auf. Bei Gefallen will man mit der Mischung aus Talkformat und doppelbödigem TV-Theater voraussichtlich ab Mai eine Late-Night-Schiene mit gesellschaftlich relevanten Themen lancieren.
Bereits seit Herbst 2008 gastiert das TiB mit seiner "Demokratie"-Reihe alle paar Monate auf der Probebühne des Schauspielhauses, das Thema ist jeweils politisch virulent. Für Puls 4 stehen bei den Pilot-Sendungen das Sparpaket ("Die Regierung schnürt ein Paket und applaudiert sich selbst") und "Es gilt die Unschuldsvermutung" über tickende Bomben aus vergangenen Regierungen im Fokus. "In der Zuweisung Schuld und Unschuld ist Österreich geübt. Wir befördern dieses Können ans Tageslicht", heißt es aus dem TiB.
Dazu interviewen u. a. Pia Hierzegger als Moderatorin Manu Stangl und Michael Ostrowski, der sich selbst spielt, fachkundige Gäste wie Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister und Menschen aus dem Publikum.
Puls 4 (Marktanteil: 3,2 Prozent, knapp vor ATV) strebt damit zweifellos eine neue Zielgruppe an - jene der ORF-"Donnerstag Nacht" (die Sendung wird wiederum, wie berichtet, ab Herbst auf Dienstag verlegt). Steht der Sender doch bislang für Society, Fußball, US-Serien und Model-Castings.
Das TiB selbst, das für unkonventionelle und auch unbequeme Arbeit steht, wollte schon einmal eine selbst geschriebene Theaterserie ins Fernsehen bringen: 2003/2004 wurde "LKH", eine Parodie auf TV-Seifenopern, als Sitcom für den ORF aufbereitet. Gedreht wurden zwei Piloten, die allerdings nie auf Sendung gingen.

















