Hypo-Steiermark beschäftigt weiterhin Grazer Gericht
Nachdem im Dezember 2011 ein ehemaliger Manager verurteilt wurde, sollen bald vier Vermittler von Leasing-Verträgen vor Gericht stehen. Die Anklage wegen Beitragstäterschaft zur Untreue ist rechtskräftig.

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Die Leasing-Geschäfte der Hypo-Steiermark werden auch in Zukunft das Grazer Straflandesgericht beschäftigen. Nachdem im Dezember 2011 ein ehemaliger Manager verurteilt wurde, sollen bald vier Vermittler von Leasing-Verträgen vor Gericht stehen, berichtete die "Wiener Zeitung" in ihrer Freitagausgabe. Die Anklage wegen Beitragstäterschaft zur Untreue ist rechtskräftig, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hansjörg Bacher gegenüber der APA.
Prokurist freigesprochen
Der Schöffenprozess (Vorsitz Helmut Wlasak) in Graz hatte am 12. April 2010 begonnen. Angeklagt waren ein Ex-Manager, der für den Aufbau von Leasing-Geschäften in Südosteuropa zuständig gewesen ist, und ein ehemaliger Prokurist. Liefen die Geschäfte in Bosnien und Kroatien anfänglich recht gut, wurde es zunehmend problematisch, als die Leasingnehmer ihre Raten nicht zahlten. Anfang 2006 stellte die interne Revision der Bank Kontrollmängel fest, und die Hypo erstattete Betrugsanzeige. Der Ex-Manager wurde schließlich nach zwei Prozessen - das Verfahren wurde unmittelbar vor dem ersten Urteil aufgeteilt - zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt, was über der Höchststrafe von zehn Jahren liegt und nur durch die Aufsplittung in zwei Prozesse möglich war. Freigesprochen wurde dagegen der ehemalige Prokurist, der nur Aufträge ausgeführt haben soll.
Ein großer Teil der Geschäfte lief über sogenannte Vermittler, die hohe Provisionen kassierten, egal ob die Leasingnehmer ihre Raten zahlten oder nicht. Vier von ihnen, darunter auch zwei Anwälte, wurden nun selbst angeklagt. Durch den Abschluss von zahlreichen Leasingverträgen, von denen viele geplatzt sind, sollen sie einen Schaden von rund 32 Millionen Euro mitverursacht haben. Manche Leasinggegenstände wie Boote oder Autos soll es gar nie gegeben haben, einige Geschäfte sollen über Scheinfirmen abgewickelt worden sein, so der Vorwurf. Wann der Prozess beginnt, ist noch nicht klar, Richterin Michaela Lapanje hatte am Freitag noch keinen Termin fixiert.
Ermittlungen gegen Ex-Vorstände
Der Fall könnte allerdings noch ein weiteres Mal das Gericht beschäftigen: gegen die Ex-Vorstände und den früheren Aufsichtsrat laufen immer noch Ermittlungen.















