Steiermärkische 2011 mit erhöhtem Betriebserfolg
Die Steiermärkische Sparkasse und Bank AG hat im Geschäftsjahr 2011 ihr Konzern-Betriebsergebnis von 190 Mio. Euro auf über 192 Mio. Euro verbessert. Die kommenden eineinhalb Jahre sehe man "entspannt".

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Der Jahresüberschuss ist allerdings über die strategische Verbindung mit der Erste Bank durch deren Abwertungen von 77 im Jahr 2010 auf 62 Mio. Euro gefallen, wie der Vorstand am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Graz bekanntgab. Bereinigt um die Erste-Abwertung hätte der Überschuss 88 Mio. Euro betragen. Vorstandchef Gerhard Fabisch sprach von einem "unter den gegebenen Umständen guten Ergebnis, gedrückt durch den Sondereffekt". Die kommenden eineinhalb Jahre sehe man aber "entspannt".
Die Bilanzsumme im Konzern ist gegenüber 2010 von 14,1 auf knapp 14,3 Mrd. Euro angestiegen. Das Eigenkapital der Steiermärkischen beläuft sich auf 860 Mio. Euro nach 841 im Jahr 2010: "Da sind wir stolz, in einem schwierigen Jahr weiter Eigenkapital aufgebaut zu haben", so Fabisch. Die Cost-Income-Ratio wurde von 53,9 Prozent auf 53,5 Prozent im Jahr 2011 gedrückt. Der Return on Equity (ROE) nach Steuern belief sich 2011 auf 7,4 nach 9,7 Prozent (2010).
Konzernjahresüberschuss
Der Konzernjahresüberschuss war schon 2010 durch Abschreibungen im Südosteuropa-Engagement gedrückt, damals im Ausmaß von rund 22 Mio. Euro. Dass diesmal nur die Erste Bank in die Zahlen pfuschte, sei auch dem Umstand zu verdanken, dass "wir nahezu keine Veranlagungen und Verluste in europäischen Risikoländern haben. An Eigenkapitalveranlagungen hatten wir in Griechenland vier, in Portugal drei Mio. Euro", so Bucher. "Unser Bilanz besteht im wesentlichen aus Krediten an unsere Kunden", sagte der für Risiko zuständige Vorstand.
Bei den Ausleihungen konnte die Sparkasse ein minimal höheres Ergebnis als 2010 erzielen, nämlich 10,49 nach 10,48 Mio. Euro im Jahr 2010. Bei den Spareinlagen gab es nach einem leichten Rückgang im Vorjahr nun wieder eine Steigerung von 5,79 auf 5,81 Mrd. Euro. Man sei bisher jedenfalls gut gefahren mit der Entscheidung für eine konservative Marktstrategie, so der Vorstand unisono. Grundlagen seien ein "solider Kreditentscheidungsprozess und ein professionelles Risiko-Früherkennungssystem". So hätte man bei den Ausleihungen nur einen Anteil von 6,35 Prozent an notleidenden Krediten (2010: 7,20), bei einem Branchenschnitt von 7 bis 8 Prozent.
Der für Südosteuropa zuständige Vorstand Sava Dalbokov berichtete, dass die Niederlassungen in Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, Montenegro und Mazedonien mittlerweile 34 Prozent zum Gesamtergebnis der Sparkasse beitrügen. Die wirtschaftliche und politische Stabilität sei da, damit das so bleibe. Da alle Tochterbanken nach dem selben Prinzipien aufgebaut seien, ergeben sich beim einem wirtschaftlichen Zusammenwachsen des Raumes - Stichwort EU und Beitrittskandidaten - langfristig Synergieeffekte. So hätten z. B. Kroatien und Serbien bereits dieselbe IT.
Dem restlichen Jahr 2012 und 2013 sehe man durchaus entspannt entgegen, so Fabisch: "Wir sind stabil aufgestellt, im Inland sowieso, und die Wirtschaft ist wesentlich besser dran als es die Stimmung derzeit ausdrückt", sagte Fabisch, denn die Betriebe hätten zuletzt auch ihre Eigenkapitalquoten verbessert. Vorstand Kerber interpretierte dies so: "Das ist die Stunde der Regionalbanken. Das schon abgelutschte Wort Kreditklemme ist nicht einmal am Horizont zu erkennen". Gesamt liegt die Kundenzahl in Österreich und Südosteuropa bei 2,3 Mio. (2010: 2,1). Mit Jahresende 2011 waren unverändert rund 6.000 Mitarbeiter in 500 Regionalstellen und Beratungszentren (2010: 480) bei der Steiermärkischen und ihren Töchtern tätig.














