Kindergarten für Opfer der Giftschlammkatastrophe
Steirer spendeten 100.000 Euro für den Kindergarten im ungarischen Devecser, das im Oktober 2010 vom Giftschlamm überrollt wurde.

Foto © BAST Feierliche Eröffnung des renovierten Kindergartens im ungarischen Devecser
"Diese Spenden sind eine große Geste der Nachbarschaftshilfe", freut sich der ungarische Honorarkonsul Rudi Roth. Mehr als 1000 Steirer haben in einer vom steirischen Verein Forum Hungaricum und Rudi Roth organisierten Spendenaktion für die Opfer der ungarischen Giftschlammkatastrophe vom 4. Oktober 2010 gespendet. Damals sind Devecser, das 35 Kilometer nördlich des Plattensees liegt, und weitere sechs Dörfer nach dem Bruch einer Rotschlamm-Stauanlage vom giftigen Schlamm meterhoch begraben worden. Mehr als acht Tote waren zu beklagen, über 100 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, 800 Häuser zerstört.
Inzwischen hat man ganze Ortsteile geschleift und neu an anderem Platz errichtet. Dort, wo sich die Schlammflut durch den Ort wälzte, musste die Erde abgetragen werden. Landwirtschaft gibt es dort keine mehr. Insgesamt wird der Schaden dieser Umweltkatastrophe auf 1,3 Milliarden Euro geschätzt.
171.000 Euro haben der steirische Verein Forum Hungaricum, die Länder Steiermark und Burgenland gespendet, um den desolaten Kindergarten von Devecser umfassend zu sanieren. Jetzt haben die 180 Kinder und die Spenderorganisationen den Kindergarten festlich eröffnet. "Die Kinder waren von der Katastrophe am ärgsten betroffen. Jetzt ist ihre Freude über den neuen Kindergarten riesengroß", sagt Devecsers Bürgermeister Tamas Toldi. Die Grazer Caritas hat die Projektleitung vor Ort übernommen. So konnte die Sanierung rasch umgesetzt werden.
















