Streit um Kurse für Schüler
Radfahrtraining: Nach dem Wirbel um gestoppte Fördermittel gibt Landesrat wieder Gas - aber mit einem neuen Anbieter.
Als FP-Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann im Jänner bestätigte, dass er die Förderungen für Radkurse an Grazer Volksschulen einstellt, kollidierte er mit empörten Eltern (die Kleine Zeitung berichtete). Nun will Kurzmann doch wieder Gas geben - allerdings biegt er dabei zu einem neuen Anbieter ab.
Die "Forschungsgesellschaft Mobilität" (FGM) organisierte ja jährlich für 1800 Kinder diese Vorbereitung auf die Radfahrprüfung. Bis Kurzmann klarstellte, dass er angesichts des Sparpaketes die Förderung über 18.000 Euro streichen müsse.
Dem Aufschrei vieler Eltern folgte gestern ein Schlagabtausch im zuständigen Ausschuss des Landes: So beantragten ÖVP und SPÖ die Fortsetzung der gewohnten Förderung - während die FPÖ flugs einen Abänderungsantrag einbrachte. Letzterer fand zwar keine Mehrheit, doch als zuständiger Landesrat will Kurzmann genau daran festhalten. "Ab Ostern starten neue Schulkurse. Diese werden aber nicht mehr von FGM organisiert, sondern von der AUVA. Und nicht mehr ausschließlich in Graz, sondern in der gesamten Steiermark", heißt es im Büro Kurzmann.
"Das kann für Grazer Schüler niemals eine adäquate Alternative sein", zeigt sich Eduard Hamedl (ÖVP) empört.
Adäquat sind die Kosten: Wie man im Büro Kurzmann bestätigt, werde auch das neue Projekt mit rund 18.000 Euro gefördert. Trotz Sparpakets . . .
T. ROSSACHER, M. SARIA
















