Französische und österreichische Autocluster nähern sich in Graz an
Eine Delegation von französischen Unternehmen aus dem Automobilsektor ist diese Woche in der Steiermark zu Gast. Entwicklungs-Kooperationen sollen intensiviert werden.

Foto © Jürgen Fuchs
Die Handelsabteilung der französischen Botschaft (Ubifrance) hat gemeinsam mit dem steirischen Autocluster ACstyria und dem Grazer Entwicklungs-Kompetenzzentrum "Virtual Vehicle" (ViF) den Informationsaustusch organisiert, um die gegenseitigen Entwicklungs-Kooperationen zu intensivieren. Es beteiligen sich rund zehn französische und an die 20 österreichische Unternehmen und Forschungsinstitutionen.
"Ubifrance möchte österreichischen und französischen Forschungszentren und Firmen die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen, auszutauschen und gegebenenfalls Partnerschaften einzugehen. Mit den Förderagenturen FFG und OSEO gibt es auch Unterstützung im Hinblick auf mögliche binationale Forschungspartnerschaften", betonte die Handelsrätin der Französischen Botschaft, Nadine Fraysse-Eckstein im Pressegespräch. Zu dem Kooperationstreffen sind aus Frankreich u.a. Vertreter von PSA Peugeot Citroen, Hutchinson und Mov'eo, dem größten Automobil-Cluster Frankreichs, gekommen. Auf der österreichischen Seite präsentieren sich Vertreter von u.a. AVL List, Bosch, Magna Powertrain, Pankl und des ViF. Insgesamt haben sich an die 60 Teilnehmer angemeldet. "Die Veranstaltung in Graz gibt erstmals französischen Unternehmen im automotiven Bereich die Möglichkeit, den österreichischen Markt näher kennenzulernen", so Marc Charlet vom Autocluster Mov'eo.
Franz Lückler, Geschäftsführer des ACstyria, schilderte die aktuellen Frankreich-Kontakte des steirischen Autoclusters: "Unser Leitbetrieb Magna Steyr produziert für Peugeot erfolgreich das Modell RCZ. Der international tätige Motoren-Entwicklungsdienstleister AVL arbeitet mit französischen OEM intensiv zusammen". Im Bereich von E-Mobility habe Frankreich durchaus eine europäische Vorreiterrolle eingenommen. "Zahlreiche der 180 Partner im Netzwerk des ACstyria sind an Kooperationen mit französischen Unternehmen interessiert", so Lückler.
Der Autocluster zählt in seinen Partnerbetrieben rund 46.000 Mitarbeitern, die zuletzt rund 11 Mrd. Euro Umsatz und 1,8 Mrd. Euro Wertschöpfung lukrieren konnten. Zu den Gesellschaftern gehören u.a. AVL, Magna Steyr, Krenhof Schmiedetechnik, TCM International und die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG).
Das Grazer Forschungszentrum "Virtual Vehicle" hat der Fahrzeugindustrie neue Lösungen zur virtuellen und somit effizienteren Gesamtfahrzeugentwicklung anzubieten und ist F&E-Partner führender Premium-Automobilhersteller. "Mit internationalen Experten arbeiten wir an neuen, leistbaren, umweltfreundlichen und sicheren Mobilitätskonzepten", schilderte ViF-Geschäftsführer Jost Bernasch. Kooperationen mit französischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen bestehen u.a. bereits mit PSA Peugeot Citroen und Renault, auf wissenschaftlicher Ebene mit u.a. dem Centre National de la Recherche Scientifique, dem Office National d'Etudes et de Recherches Aérospatiales.














