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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 um 19:39 UhrKommentare

7500 Kilometer mit einem Liter Benzin

Mit möglichst wenig Energieaufwand soll ein Fahrzeug möglichst weit bewegt werden. Dieser Spritsparweltmeister wird dank Grazer Studenten jetzt straßentauglich gemacht.

Eine Revolution „made in Styria“: das Elektrofahrzeug "Panther“

Foto © TERAEine Revolution ?made in Styria“: das Elektrofahrzeug "Panther“

Die Idee dahinter ist recht einfach. Mit möglichst wenig Energieaufwand soll ein Fahrzeug möglichst weit bewegt werden. Die Umsetzung ist freilich etwas technisch Hochkomplexes - das Team Eco-Racing Austria (Tera) der TU Graz ist eines jener Teams, denen diese Umsetzung weltweit am besten gelingt. So setzten sich die Steirer 2011 mit ihrem batteriebetriebenen Einsitzer "Fennek" beim Shell Eco-Marathon gegen 220 Bewerber aus 27 Nationen durch. Der Fennek fuhr (hochgerechnet) pro Kilowattstunde 842 Kilometer und erreichte damit den absoluten Topwert. Umgerechnet würde das bedeuten, dass das Fahrzeug mit einem Liter Benzin rund 7500 Kilometer gefahren wäre. Auch das ist Weltrekord.

Der Panther auf der Straße

Jetzt planen die Studenten den nächsten Coup: Anfang Mai wollen sie den "Panther", ein straßentaugliches Elektrofahrzeug, präsentieren. Teamleiter Siegfried Hartwig spart nicht mit Superlativen: "Unser Panther wird das energieeffizienteste Urban Concept Car Österreichs." Um den Wagen, der sich aktuell noch in der Fertigung befindet, auch wirklich straßentauglich zu machen, hat das Tera-Team das erfolgreiche Vorgänger-Modell technisch adaptiert. "Der Panther ist zweispurig, soll für eine Maximalgeschwindigkeit von bis zu 70 km/h konzipiert werden und wird sogar einen Kofferraum für Handgepäck haben", so Reinhard Diethardt, stellvertretender Teamleiter.

Der rund 100 Kilo schwere Panther wird von zwei Motoren in den Felgen angetrieben. Ob das Fahrzeug vielleicht sogar serienmäßig gefertigt wird? "Das ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu sagen", so Diethardt. "Auf alle Fälle werden wir damit heuer beim Eco-Marathon in Rotterdam antreten." In Bezug auf dieses Event ist zumindest eines sicher: Der Fahrer oder die Fahrerin wird nicht größer als 1,85 Meter sein und nicht mehr als 90 Kilogramm wiegen. Denn das sind die anatomischen Grenzen, die das Auto der Zukunft vorerst setzt.

MARKUS ZOTTLER

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