Ferialjobbörse offeriert fast 600 Stellen von 82 Firmen
Von Kinderbetreuern über Pilzesortierer bis hin zu "Motorradreparatur-Assistenz" reichen die Angebote der steirischen Ferialjobbörse. Derzeit sind 587 Stellen ausgeschrieben.

Foto © APAVon der Kinderbetreuung bis zum Pilzesortierer reicht das Jobangebot
GRAZ. Es geht nicht nur ums erste Geldverdienen. Es geht um die ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt, um das Kontaktknüpfen und auch um Perspektiven für die spätere Berufswahl. Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann (SP) und Wirtschaftskammer-Vizepräsident Jürgen Roth unterstreichen gemeinsam die Bedeutung von Ferialjobs. Die ist den steirischen Jugendlichen aber ohnehin bewusst. Zum Start der mittlerweile 17. Ferialjobbörse von Logo Jugendmanagement (mit Land, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und AMS als Partner) ist das Gerangel um die besten Plätze bereits in vollem Gang. Im Februar gibt es die meisten Internetzugriffe auf ferialjobboerse.logo.at - im Vorjahr waren dies mehr als 16.000 innerhalb eines Monats.
Aktuell bietet die Börse 587 offene Stellen von 82 Firmen (siehe auch Infobox unten). Über das Jahr verteilt hofft die Projektbetreuerin Alexandra Koch auf bis zu 2500 Ferial- und Nebenjobs von 350 Unternehmen.
Die Plattform für Sommerpraktika entstand 1995, jene für Nebenjobs gibt es erst seit vorigem November. Sie richtet sich an Studenten, aber auch an Schüler. Es geht um geringfügige Beschäftigungen, erklärt Koch: "Für Jugendliche ist während der Schulzeit der Samstag interessant, da kommen sie vor allem im Lebensmittelhandel unter." Wer es schafft, neben der schulischen Karriere bereits stundenweise zu arbeiten, hat dann auch einen Vorsprung bei der Ferialjobsuche.
Das Angebot kommt wie jedes Jahr am stärksten aus den Bereichen Gastronomie und Tourismus, Promotion, Verkauf und Reinigung. Auffällig ist aber das seit 2011 vermehrte Interesse an Kinderbetreuern und Animateuren für Feriencamps. Wer nach Exotischem Ausschau hält: Auch Pilzesortierer und -verkäufer werden derzeit gesucht.
Große Lücke
Dennoch klafft die Schere zwischen jobsuchenden jungen Menschen und offenen Stellen noch immer weit auseinander. Koch appelliert einmal mehr an die Betriebe, ihre Sommerjobs über die Plattform von Logo anzubieten. Die Resonanz sei enorm, versichert sie. "Es gibt bis zu 100 Bewerbungen auf eine Stelle."
WK-Vize Roth ermuntert die Jugendlichen darüber hinaus, Erfahrungen im fremdsprachigen Ausland zu suchen. Die Wirtschaftskammer selbst wird in den Ferien 30 Praktikanten aufnehmen.
Seit 2008 registriert die Ferienjobbörse von Logo allerdings eine sinkende Zahl von Offerten. Bis Ende August 2011 hatten 211 Firmen knapp 1700 Stellen ausgeschrieben, 2008 waren es rund 400 mehr gewesen. Ein Grund sei in der Wirtschaftskrise und den Nachwirkungen zu suchen, vermutet Koch. 2012 soll die Jobbörse erstmals ganzjährig in Betrieb sein und die 2000er-Schallmauer wieder durchbrochen werden.

















