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    Zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 um 21:21 UhrKommentare

    "Die Stadtplanung hat keine Tradition"

    Stadtplanungschef Schöttli zieht nach einem guten Jahr Bilanz: ein Interview über den politischen Willen, die völlige Überregulierung und die großen Potenziale in Graz.

    E xperten schimpfen seit Jahrzehnten über die fehlende Stadtplanung in Graz. Stadt passiert, wird aber nicht geplant. Nach gut einem Jahr im Amt - teilen Sie diesen Befund?

    HEINZ SCHÖTTLI: Eingangs, ich kritisiere keine Vorgänger und Kollegen, aber man kann sagen: Die Stadtplanung hat keine Tradition in Österreich. Stadtplanung ist in Österreich ein wesentlicher Bestandteil der politischen Willensbildung. So entsteht eine anders gelagerte Qualität.

    Sie kommen aus der Schweiz. Ist das dort anders?

    SCHÖTTLI: Ja, in der Schweiz sind die Ebenen anders geordnet. Die institutionelle Planung geschieht früher, so spielt die Politik ihre Rolle auf einer anderen Ebene. Aber auch Graz verändert sich gerade in diese Richtung.

    Weiß man das im Rathaus auch?

    SCHÖTTLI: Ja, das erkennen auch die Verantwortlichen im Rathaus, das sieht man am Modell "smart city", bei dem wir einzelne Quartiere stadtplanerisch definieren - unter Berücksichtigung der Bewohner, der Benutzer, der öffentlichen Hand und der Eigentümer. Aber ein gängiges System kann man nicht von heute auf morgen ändern.

    Was macht Stadtplanung aus?

    SCHÖTTLI: Sie bildet immer einen Spagat zwischen langfristiger Planung und Tagesgeschäft. Wir versuchen jetzt, die Grünraum-, Verkehrs- und Stadtplanung nicht isoliert nebeneinander zu entwickeln, sondern gemeinsam zu denken. Wichtig ist, dass wir die Planung von unten nach oben steuern - und nicht umgekehrt. Derzeit wird viel zu viel vorgegeben, eine Art planerische Überregulierung.

    Was heißt das?

    SCHÖTTLI: Es gibt eine absolute Überregulierung. Das fängt bei der EU an und hört bei Verordnungen auf städtischer Ebene auf. Da wundert man sich, dass überhaupt noch gebaut werden kann.

    Gebaut wird aber überall in Graz, die Stadt wächst und wächst - wo sollen die Menschen wohnen?

    SCHÖTTLI: Graz hat da so viel Potenzial, allein am Bahnhof ist Raum für 10.000 Menschen.

    Es gibt das Spannungsverhältnis zwischen Verdichtung und Zersiedelung. Was ist Ihre Antwort?

    SCHÖTTLI: Da gibt es keine Antwort, es gibt eine Planungsrealität. Wir müssen versuchen, überall intelligentes Management von Raum zu ermöglichen. Auch Orte, wo keine Oper oder keine Messe steht, haben ihren Reiz.

    Viele Förderungen der öffentlichen Hand sind auf den Lebenstraum Einfamilienhaus ausgerichtet. Das passt mit einer Stadt schlecht zusammen, oder?

    SCHÖTTLI: Das würde ich so nicht sagen. Es gibt da den Begriff der Zwischenstadt - Gebiete, die zwischen urbaner Dichte und Einfamilienhäusern liegen. Und solche Gebiete ziehen sich bis Marburg, Zagreb, Ljubljana, Klagenfurt und Villach. Das ist eine Planungsrealität, die ernst genommen werden muss.

    Gibt es fertige Stadtgebiete, von denen man die Finger lassen soll?

    SCHÖTTLI: Eine Stadt verändert sich immer, selbst die Altstadt ist einem Wandel unterzogen. Die einzige Konstante ist die der permanenten Veränderung.

    INTERVIEW: GERALD WINTER

    Heinz Schöttli hält heute den Vortrag mit dem Titel "Findet Stadtplanung statt?" im Haus der Architektur (Mariahilferstraße 2), Beginn: 19 Uhr.


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