Umbenennung des Pfauengartens in Karlsplatz gescheitert
Das Vorhaben der ÖVP, den Pfauengarten in der Gemeinderatssitzung im März in Karlsplatz umzubenennen, ist gescheitert. Die VP wollte so des Habsburger Erzherzogs von Innerösterreich (1540 bis 1590) gedenken. Karl II. ist aber umstritten, weil er die "Ausweisung der Protestanten aus der Stadt Graz betrieben hat", wie der evangelische Superintendent Hermann Miklas bemerkt. "Die Diskussion ist gestorben", kommentiert nun BZÖ-Gemeinderat Gerald Grosz, es gebe keine "bürgerliche Mehrheit" für die Umbenennung. Der Pfauengarten sei für die Grazer ein gängiger Begriff mit historischen Wurzeln. Ins selbe Horn stoßen auch KPÖ-Mann Andreas Fabisch und SPÖ-Klubchef Karl-Heinz Herper. Herper: "Der Pfauengarten hat sich gut eingebürgert." Ihn stört auch, dass man damit die "Protestanten verstören will". Ablehnung kommt auch von Christina Jahn, Klubobfrau der Grünen: Die Stadt habe sich verpflichtet, Straßen und Plätze bevorzugt nach Frauen zu benennen. Warum solle sie mit Karl II. eine historisch "belastete Person" ehren?
Gestern hatte Verena Ennemoser ihren ersten Arbeitstag als Chefin der Bau- und Anlagenbehörde. Ihren bisherigen Job - Büroleiterin bei VP-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg - übernimmt Martina Kaufmann, die zuvor im Büro für die Presse zuständig war. Ihren Job wiederum macht jetzt Martin Schaffer, bis vor Kurzem parlamentarischer Mitarbeiter von VP-Abgeordnetem Bernd Schönegger.
















