Nächtigungen in Graz: Eine Bilanz voller Genuss
907.964 Gästenächtigungen im Jahr 2011: Der bisherige Rekord an Nächtigungen in Graz aus 2003 wurde im Vorjahr gleich um mehr als acht Prozent übertroffen. China und Russland sind Hoffnungsmärkte.

Foto © Sabine Hoffmann
Dass der lange unantastbar scheinende Nächtigungsrekord aus dem Kulturhauptstadtjahr 2003 endlich geknackt ist, stand ja schon mit Ende November fest. Der Dezember hatte aber noch eine Draufgabe parat, die sich ebenfalls gewaschen hat. Mit 67.031 Übernachtungen oder einem Plus von 16,5 Prozent gegenüber 2010 bescherte der Dezember 2011 auch das beste Dezember-Ergebnis aller Zeiten.
Die 907.964 Gästenächtigungen 2011 bedeuten ein Plus von 10,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Beeindruckend auch die langfristige Entwicklung, auf die Graz Tourismus-Geschäftsführer Dieter Hardt-Stremayr hinweist: "Seit 2000 stiegen die Nächtigungen um 46,2 Prozent, seit 1995 gar um 89,3 Prozent."
Summe von Gründen
Für den Rekord im vergangenen Jahr sei eine Summe von Gründen verantwortlich, meint Hardt-Stremayr. Dazu gehören der anspringende Wirtschaftsmotor, die vielen Kongresse das ganze Jahr über, die Altstadt, die Positionierung als Genusshauptstadt und nicht zuletzt große Veranstaltungen. So schlugen sich die Chor-WM und die Football-WM im Juli mit einem Plus von 34,7 Prozent gegenüber 2010 nieder. Für das laufende Jahr tritt der GTG-Chef etwas auf die Euphorie-Bremse: "Wir müssen froh sein, wenn wir das heurige Ergebnis halten können." In den nächsten drei bis fünf Jahren könnte aber die Millionengrenze fallen. Russland und China seien Märkte, die man in den nächsten Jahren ganz besonders im Auge haben werde.
In langfristigen Strategien und im ständigen Beackern der Märkte sehen Bürgermeister Siegfried Nagl und Tourismus-Stadträtin Sonja Grabner (beide ÖVP) die Gründe des Erfolgs. Freude natürlich auch bei Bernhard Reif-Breitwieser, dem Obmann des Tourismusverbandes.

















