Grüne haben Zweifel an Nagls Befragung
Kritik an Nagls Vorstoß in Sachen Bürgerbefragungen kommt von den Grünen und der Wirtschaft. Auch gibt es Zweifel daran, dass bei der Abstimmung über Internet keine Manipulation möglich sei.

Foto © Sabine Hoffmann | Archivbild
GRAZ. Auf wenig Gegenliebe stößt der Vorstoß des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl in Sachen Bürgerbeteiligung bei seiner grünen Koalitionspartnerin Lisa Rücker. Sein Modell, die Grazer Bevölkerung per Internet und Postkarte über geplante Vorhaben abstimmen zu lassen, habe "mit echter Bürgerbeteiligung wenig zu tun", sagt die Vizebürgermeisterin. Diese verlange nämlich der Politik "Nähe zu den Menschen, Mut und Durchhaltevermögen ab".
Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk befürwortet zwar Nagls Programm - nicht aber, dass dieser auch über die Umweltzone abstimmen lassen möchte.
Manipulation
Unterdessen gibt es Zweifel daran, dass bei der Abstimmung über Internet keine Manipulation möglich sei. So sollen schon bei der Auftaktveranstaltung am Freitag Dutzende Formulare mit den dazu nötigen Codes an Einzelpersonen ausgegeben worden sein. Der Sprecher der Plattform "Rettet die Mur", Clemens Könczöl, meint: "Für uns hat das Ergebnis dieser Abstimmung keine Bedeutung." Man werde auf jeden Fall eine eigene Volksbefragung zum Thema Murkraftwerk auf die Beine stellen.















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