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    Zuletzt aktualisiert: 26.01.2012 um 15:11 UhrKommentare

    Interaktives Lernprogramm für Jugendliche

    Je besser das Wissen über Diabetes und der damit verbundenen Ernährungsvorgaben und Therapien bei Patienten ist, desto besser kann die Erkrankung im Alltag bewältigt werden.

    Foto © APA | Sujet

    Speziell für betroffene Kinder und Jugendliche hat die Wiener Psychologin Marianne König ein elektronisches Schulungsprogramm am AKH Wien getestet und evaluiert. Die - durchwegs positiven - Ergebnisse hat sie in ihrer Dissertation an der Universität Graz festgehalten. Das Programm ist bereits kostenlos von der Homepage der Med-Uni Wien abrufbar.

    In ihrer Dissertation hat sich König generell mit der Konzeption einer elektronischen Diabetesschulung für Kinder und Jugendliche beschäftigt. Betreut wurde die Arbeit am Institut für Psychologie der Uni Graz von der steirischen Gesundheitspsychologin Roswith Roth. "Diese Art von Schulung sollte in der Zukunft Standard für Kinder und Jugendliche mit Diabetes auch handygerecht aufbereitet werden", resümierte die Professorin. Spiel, Spaß und Lernen würden in motivierender Weise miteinander verbunden, so Roth.

    "Wieso habe ich Diabetes?", "Wie muss ich mich ernähren?", "Wie vertragen sich Diabetes und Sport?", "Wie gehen Gleichaltrige mit meiner Krankheit um?" sind u.a. Fragen, die anhand der von König erstellten Schulungssoftware behandelt werden. "Mithilfe des Computerprogramms finden junge Patienten Antworten auf Fragen, die sie vielleicht dem behandelnden Arzt nicht persönlich stellen wollen", so König, die hauptberuflich in der Kinderklinik des Wiener Allgemeinen Krankenhauses als Psychologin beschäftigt ist.

    Wissensvermittlung

    König entwickelte die "Vienna Online Diabetes Education" (VIE-ODE) auf Basis bestehender Unterlagen. Das Programm ist mit unterschiedlichen Elementen der Wissensvermittlung ausgestattet: Multiple-Choice-Fragen, Lernfolien, Quizfragen. Das Lernen in kleinen Blöcken sowie die Memo-Technik stehen im Zentrum: Dabei wird ein memoriales System geschaffen, in dem Erinnerungen in Form von Gedächtnisbildern an imaginären Orten abgelegt werden. Die jungen Patienten lernen am Beispiel eines Hauses mit seinen Räumen alles Wissenswerte rund um das Thema Diabetes, indem die Lerninhalte an Gegenstände und Örtlichkeiten im Haus geknüpft werden. "So gehört beispielsweise der Bereich Ernährung in die Küche", erklärt die Expertin. Im Spielzimmer werden Grundlagen der Diabetes, im Badezimmer die Insulinanpassung erklärt.

    Von den Probanden sei die Information über die Schulungssoftware wesentlich besser angenommen worden. Die persönliche Kommunikation mit den Patienten werde allerdings keinesfalls ersetzt werden, so König. Am AKH Wien werden die interaktiven Lernunterlagen als Ergänzung der herkömmlichen Diabetesschulung eingesetzt.


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