Krankenkasse und Ärzte in letzter Minute einig
Höhere Honorare für 950 steirische Kassenärzte.
Extrem spät haben sich Ärztekammer und Gebietskrankenkasse (GKK) auf einen neuen Kassenvertrag für das Jahr 2011 (!) geeinigt. GKK-Obmann Josef Pesserl sprach von einer Tarifanhebung von durchschnittlich 2,1 Prozent. Die steirische Ärztekammer will die genauen Auswirkungen auf die Einkommen ihrer rund 950 Kassenärzte - davon 600 Allgemeinmediziner - noch berechnen. Das sagte Vizepräsident Jörg Garzarolli-Thurnlackh.
Die Einigung in der Nacht auf Mittwoch schloss Monate lange zähe Verhandlungen ab. Sie waren schwierig, weil einerseits die GKK ihre Beitragseinnahmen selber nicht erhöhen kann und nach der Wirtschaftskrise 2008/09 noch stärker als sonst auf die Kostenbremse stieg. Andererseits wollte die Kammerspitze angesichts der in wenigen Wochen bevorstehenden Ärztekammerwahl ein besonders attraktives Ergebnis erzielen.
Die steirische GKK gewährleistet die Krankenversicherung von 900.000 Steirern, die dafür mehr als 1,1 Milliarden Euro an Beiträgen zahlen. Der Aufwand für die Kassenärzte betrug 2010 rund 342 Millionen Euro.














