Humanitas: Pleite und Strafanzeige
Pflegeheim-Holding rutscht in die Pleite. Noch gibt es keine direkten Folgen für die rund 600 Insassen in den sechs steirischen Pflegeheimen.

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Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Den Einnahmen - nicht Gewinn - von 18 Millionen Euro für 2011 stehen Verbindlichkeiten von fast 15 Millionen Euro gegenüber. So hoch ist der Schuldenstand der Humanitas Verwaltungs- und BeteiligungsGmbH in Graz. Die Folge ist die Anmeldung eines Konkursverfahrens. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent geboten.
Das heißt mit anderen Worten: Für jeden Euro an Verbindlichkeiten bietet Humanitas 20 Cent als Abgeltung an. Es liegt an den Gläubigern, das Angebot anzunehmen oder nicht. Als Grund für die Pleite geben die Eigentümer laut den Kreditschützern AKV und KSV u. a. den Sparkurs der öffentlichen Hand an: geringere Zuschüsse im Sozialbereich und dadurch geringere Auslastung der Pflegeheime. Der Großteil der Schulden entfällt auf Bankkredite und Rückstände bei Steuern und Abgaben.
Unter der Humanitas Holding sind sechs Pflegeheime in der Steiermark angesiedelt. Sie verfügen über rund 550 Betten und 20 Wohneinheiten für betreutes Wohnen. Ob es Folgen für die etwa 600 Heiminsassen geben wird, lässt sich nicht abschätzen. Seit Dezember beschäftigt die Holding selbst keine Dienstnehmer mehr.
Anwalt Harald Christandl bringt eine Strafanzeige gegen Humanitas ein. Er klagt im Namen von Firmen, deren Rechnungen nicht bezahlt wurden und fragt: "Vor einiger Zeit wurden zwei, drei Heime verkauft. Wie wurde das Geld verbraucht, in welche Kanäle floss es?"
















