Millionengewinn kostete Grazerin 15.000 Euro
Für einen erhofften Lottogewinn überwies eine Grazerin einer Betrügerbande knapp 15.000 Euro. Der Gewinn bei Euromillionen blieb wenig überraschend aus. Nun erstattete das Opfer Anzeige.

Foto © APASujetbild
Am Anfang kam es einer 71-jährigen Grazerin schon seltsam vor: Ende November war sie von einer Dame angerufen und beglückwünscht worden. Sie habe bei der Lotterie "Euromillionen" einen Gewinn gemacht. "Doch da habe ich gar nie mitgespielt", wunderte sich die Pensionistin noch.
Kontonummer
Dennoch schaffte es die unbekannte Frau, die 71-Jährige von ihrem "Glück" zu überzeugen. Und dass sie auch den "ganz großen Gewinn" machen könnte, dafür allerdings sei zuvor eine Überweisung notwendig. Und so zahlte die ahnungslose Grazerin 800 Euro über "Western Union" auf eine ihr genannte Kontonummer ein. Dabei blieb es nicht. "Die Frau wurde mit Versprechungen bei Laune gehalten und dazu aufgefordert, weitere Einzahlungen zu tätigen", berichtet ein Beamter der Polizeiinspektion Graz-Schmiedgasse. Beträge bis zu 3000 Euro folgten - insgesamt überwies die 71-Jährige 15.000 Euro an die Betrüger, ohne je etwas von einem Gewinn zu sehen.
In der Vorwoche wurden die Zweifel wieder größer, die Frau ging zu ihrer Hausbank und vertraute sich einem Angestellten an. Der durchschaute den Betrug und schaltete die Polizei ein. Jetzt ermittelt das Landeskriminalamt, wobei die Chance sehr gering ist, an die Hintermänner der Betrugsbande zu kommen. Vermutet wird ein Zusammenhang mit jenen Tätern, die zuletzt mit angeblichen Autogewinnen in Österreich auf Opferfang gingen.
















