Wenn die Eieruhr des Todes schellt
Game of Death: Ein Impro-Solo mit Jacob Banigan

Foto © TiB/Johannes Gellner
GRAZ. Es hat zunächst etwas von einer Zaubershow, wenn Jacob Banigan im Theater im Bahnhof die Spielregeln für sein erstes Impro-Solo festlegt: Da werden Zuschauer gebeten, Tarotkarten zu ziehen, um die Geschichte des Abends vorherzubestimmen. Eine weitere wichtige Rolle spielt eine Eieruhr, die - auf einen unbekannten Zeitraum eingestellt - den Tod plötzlich ins Spiel bringen wird.
So weit, so unklar, denn was danach passiert, liegt ganz allein in den Händen des kanadischen "ImProfis". Wie schnell er seine Geschichten erfindet und auch noch ganz alleine umsetzt, das hat nach wie vor etwas Magisches: So erschafft er aus den Karten "Das Kind", "Der Fuchs", "Der Klee" und "Das Herz" eine unheimlich lustige Geschichte um zwei bekiffte Snowboarder, die in einem gottverlassenen Nest einen Fuchs überfahren und auf dem verspukten "Witches Pass" überraschenderweise tatsächlich einer Hexe begegnen.
Fazit: Geniales Improtheater mit einem, der genau weiß, was er tut, wenn er nicht weiß, was er tut. Ein echter Zufallstreffer!
NINA MÜLLER
















